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Ausdrucksstark: Das Pforzheimer Paar Marius-Andrei Balan/Khrystyna Moshenska bei der WM in Wien. Foto: TBW
Ausdrucksstark: Das Pforzheimer Paar Marius-Andrei Balan/Khrystyna Moshenska bei der WM in Wien. Foto: TBW
21.11.2017

Pforzheimer Paar Balan/Moshenska holt Bronze bei Tanz-WM

Wien/Pforzheim. Sie sind derzeit das dominierende Paar in den lateinamerikanischen Tänzen der Amateure: die für Moldavien startenden Gabriele Gottfredo und Anna Mataus (196,791 Punkte). Die früheren Gewinner des Goldstadtpokals der Stadt Pforzheim haben zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel gewonnen. Vor über 2000 Zuschauern im Multiversum von Schwechat bei Wien setzten sie sich in einem packenden Finale deutlich gegen die russischen Europameister Armen Tsaturyan/Svetlana Gudyno (191,250) durch. Die Bronzemedaille sicherten sich erneut Marius-Andrei Balan und Khrystyna Moshenska (188,207) vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (SWC), die ihre früheren Vereinskameraden Timur Imametdinov/Nina Bezzubova (187,333), die jetzt für Bremen starten, auf den vierten Rang verwiesen.

Fast 90 Paare aus 50 Nationen standen auf dem Parkett. Noch während der Siegerzeremonie sorgten die frischgebackenen Dreifach-Weltmeister für einen weiteren emotionalen Höhepunkt – vor laufenden Kameras machte Gabriele seiner Anna einen Heiratsantrag. „Vielleicht ist das auch ein Zeichen dafür, dass sie nun zu den Profis überwechseln“, meinte SWC-Präsident Bernd Roßnagel. „Dann könnten Khystyna und Marius wieder einen Schritt nach vorne machen, und vor allem das russische Paar angreifen.“ Auf der anderen Seite sei der Kampf um Platz drei sehr eng gewesen, denn auch Nina und Timur fanden in Schwechat große Unterstützung bei den Zuschauern. Am Ende war es nicht mal ein Punkt, der über Bronze entschieden hat.

Roßnagel hatte noch einen weiteren Grund zur Freude: 74 Paare traten beim Turnier World Open Youth Latein an. Alin-Andrei Beca/Michelle Nazarenus vom SWC waren ab der dritten Runde die einzigen deutschen Vertreter im Feld. Sie erreichten das Finale und tanzten mit drei dritten und zwei vierten Plätze auf den Bronzerang bei den Austrian Open, hinter Denis Gudovsky/Megija Dana Morite (Lettland) und Oleg Chzhen/Alina Ageeva (Russland). „Ihnen gehört die Zukunft, zumal sie im kommenden Jahr nochmals in der Jugend tanzen können. Wenn es weiter so gut läuft, könnten sie dann ganz oben stehen,“ blickt der SWC-Präsident voller Zuversicht nach vorne. Roßnagel hob noch hervor, dass Maik Zimmer und Adeline Kastillon mit Platz acht unter 54 Paaren bei den Junioren II ebenfalls glänzten.