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Eine 19:35-Niederlage kassierte die SG SG TV/CfR Pforzheim (im Bild Sae Faalupega) im Bundesliga-Duell gegen die RG Heidelberg. J. Keller

Pforzheimer Rugby-„Rhinos“ verlieren Heimspiel gegen RG Heidelberg

Pforzheim. Die Schwachstelle im ersten Heimspiel der neuen Rugby-Bundesligasaison gegen Meister SC Frankfurt 1880 war auch am vergangenen Samstag im zweiten Match im heimischen SüdwestEnergie-Stadion in Eutingen ein wichtiger Grund für die Niederlage der SG TV/CfR Pforzheim. Die RG Heidelberg dominierte die Gedränge, schob die Pforzheimer auch im Paket ein ums andere Mal über den Platz. Am Ende gab es eine 19:35-Niederlage für den Meister von 2016, der mit seinem grundlegend neu formierten Team noch nicht richtig rund läuft.

Die Pforzheimer Spieler besitzen durchaus individuelle Klasse und darunter finden sich auch etliche massereiche Kraftpakete, doch im Gedränge, wenn es gilt, den Gegner in gebeugter Haltung im Pulk vor sich her zu schieben, ist der Wurm drin.

So erhielt die RGH einen Strafversuch, weil das Pforzheimer Gedränge eingebrochen war, dann gab es eine doppelte Gelbe Karte (zehnminütiger Platzverweis) für die SG, unter anderem weil ein Spieler ein Gedränge kollabieren ließ. Und im letzten Versuch schoben die zu den Titelfavoriten zählenden Heidelberger ein Paket ins Pforzheimer Malfeld. Eigentlich soll ein Gedränge für die Mannschaft einen Vorteil bilden, die im Ballbesitz ist, doch die SG konnte nichts Verwertbares daraus erzwingen, eher schon war es die RGH, die von Pforzheimer Ballverlusten profitierte.

Ideen und Genauigkeit fehlen

Auf Heidelberger Seite fehlten etliche schnelle Spieler der 7er-Rugby-Nationalmannschaft, doch auch der zweite Anzug der Kurpfälzer passte. Die Pforzheimer gaben nie auf, verteidigten beherzt, doch auf den letzten Metern vor dem Heidelberger Malfeld fehlte es dann zuweilen an überraschenden Ideen oder Genauigkeit und Sicherheit beim Ball-Handling. Beim Halbzeitstand von 7:15 für die RGH bestand noch Hoffnung für die Pforzheimer Rugbyfans, doch die beiden Gelben Karten in der zweiten Spielhälfte und das Fehlen von Sprintwunder Tafadzwa Chitokwindo ließen die Zuversicht sinken. Für ihn übernahm Blue Tutulia die Kicks, auch legte er einen Versuch.

„Rhinos“-Spielertrainer Fabian Broughton hat noch einige Arbeit vor sich, um weiter an der mannschaftlichen Geschlossenheit und an den routinierten Abläufen zu arbeiten. Insbesondere die Gedränge müssen besser werden, wenn die Pforzheimer in den kommenden Spielen nicht leichtfertig Chancen an den Gegner verschenken wollen.