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Talentierter Springreiter: Dank seiner Erfolge in der Altersklasse U 18 darf Ferdinand Talmon aus Pforzheim mit seinem Aragon in einem Monat beim großen Hallenturnier in Stuttgart mitmischen.   Doris Matthaes
Talentierter Springreiter: Dank seiner Erfolge in der Altersklasse U 18 darf Ferdinand Talmon aus Pforzheim mit seinem Aragon in einem Monat beim großen Hallenturnier in Stuttgart mitmischen. Doris Matthaes
20.10.2015

Pforzheimer Springreiter Talmon darf bei German Masters starten

Der 15-jährige Pforzheimer Ferdinand Talmon hat sich erstmals für das internationale Reitturnier in der Stuttgarter Schleyer-Halle qualifiziert. Beim German Masters vom 18. bis 22. November ist der Schüler des Fritz-Erler-Gymnasiums einer der Nachwuchs-Springreiter.

Nach sieben Qualifikationsprüfungen lösten die 15 punktbesten U–18-Reiter aus Baden-Württemberg ihr Ticket fürs Finale des Nürnberger Burg-Pokals. In einer mittelschweren Springprüfung werden die Talente in Stuttgart zunächst nach ihrem Stil, dem Sitz des Reiters und ihrer Einwirkung auf das Pferd bewertet. Die besten fünf treten anschließend in einem Stechen an.

Der Neuntklässler gewann mit seinem Württemberger-Wallach Aragon das Qualifikationsturnier in Oberderdingen. Unter den besten drei war er zudem in Killingen und in Linkenheim. Damit zählt Talmon, der in der Quali-Gesamtwertung Platz zwei belegte, fürs Finale in der Schleyer-Halle zu den Favoriten. „In Stuttgart reiten zu dürfen ist mein größter Erfolg bislang. Vor so vielen Zuschauern reiten zu dürfen ist etwas Besonderes“, sagte der Pforzheimer nach der gelungenen Qualifikation.

Trainerwechsel zahlt sich aus

Im Alter von acht Jahren hatte er zum ersten Mal an einem Turnier teilgenommen. Bis zum vergangenen Jahr trainierte Ferdinand Talmon seine Pferde noch täglich im Pforzheimer Reitverein, bevor ein Wechsel zu Trainer Jörg Widmaier aus Leonberg auf dem Plan stand. „Im Pforzheimer Reitverein bin ich zum Reiten gekommen – da wird immer eine Verbindung bestehen bleiben. Es ist meine Heimat“, blickt Talmon zurück. Zu Anfangszeiten noch in der Vielseitigkeit zu Hause, entschied sich das Nachwuchstalent mit seinem Wechsel in den Reitstall am Benzenbühl den Fokus zukünftig aufs Springreiten zu legen.

Der Drittplatzierte des Juniorenchampionats der baden-württembergischen Meisterschaften in diesem Jahr möchte beim German Masters, einer Veranstaltung, die mit ihren drei Weltcup-Prüfungen zu den besten in der Halle zählt, an seine bisherigen Erfolge anschließen. „Im Finale werden die Karten durch die spezielle Atmosphäre meist neu gemischt. Aber ich hoffe, mein Aragon kann vorne mitmischen“, sagt er.

Seinen Eltern, so erzählt Ferdinand Talmon, habe er seine bisherige Laufbahn zu verdanken. Wichtig ist ihm auch zu sagen, dass sich die Erfolge seit Beginn der Zusammenarbeit mit Trainer Widmaier so richtig eingestellt haben. Nach den Auftritten vor großer Kulisse in Stuttgart soll es weiter aufwärts gehen. „Ich hoffe, dass ich mit meinem Aragon eines Tages bis in die schwere Klasse starten kann. Aber erstmal zählt es in der Schleyerhalle zu bestehen, auch wenn die Qualifikation alleine etwas Besonderes ist“, sagt Ferdinand Talmon.