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Alle fünf Tänze im Finale des Grand Slam Latein bei den GOC in Stuttgart sicherten sich Marius-Andrei Balan und Krhystyna Moshenska als Sieger.
Alle fünf Tänze im Finale des Grand Slam Latein bei den GOC in Stuttgart sicherten sich Marius-Andrei Balan und Krhystyna Moshenska als Sieger. © GOC/ Tom Wilczek
Einen hervorragenden 24. Platz unter 261 Paaren erreichten die jungen Razvan Dumitrescu und Jacqueline Roos.
Einen hervorragenden 24. Platz unter 261 Paaren erreichten die jungen Razvan Dumitrescu und Jacqueline Roos. © GOC/ Tom Wilczek
12.08.2018

Pforzheimer Tanzpaar Balan und Moshenska gewinnt Grand Slam

Stuttgart/Pforzheim. Zu später Stunde, nach Mitternacht in der Nacht auf Sonntag, waren Sie enfach nur glücklich: Marius-Andrei Balan und Khrystyna Moshenska, die nach drei zweiten Plätzen erstmals den Grand Slam Latein bei den German Open Championships (GOC) gewonnen hatten.

Stehende Ovationen konnte das Top-Paar das Schwarz Weiß Club Pforzheim (SWC) schon im Finale entgegennehmen, bei ihrem Rumba als Siegertanz glich die Stuttgarter Liederhalle fast einem Tollhaus. "Es war Latein at it's best, anders kann man es nicht beschrieben, was die Zwei gezeigt haben," kommentierte SWC-Sportwartin Gudrun Aisenbrey die Vorstellung der WM-Dritten. "Sie haben einfach eine fulminante Leistung gezeigt."

Für die grandiose Stimmng im Saal sorgten aber auch vor allem Timur Imametdinov und Nina Bezzubova, die seit vorigem Jahr für Bremen startenden ehemaligen SWCler. Sie hatten ihren früheren Clubkameraden zuvor den Deutschen Meistertitel weggeschnappt, den Marius-Andrei und Khrystyna sich aber in diesem Jahr wieder sicherten, und dies in der "Höhle des Löwen", in der Hansestadt. Zudem hatten sie mit dem überraschenden Gewinn des Grand Slam Finales in Singapur den bisher größte Erfolg ihrer gemeinsamen Laufbahn errungen.

Nachdem die GOC-Gewinner der vergangenen Jahre, die mehrfachen Weltmeister Gabriele Goffredo und Anna Matus (Moldawien) zu den Profis übergewechselt waren, lieferten sich Balan/Mosehnska zuletzt stets einen Zweikampf mit Armen Tsaturyan und Svetlana Gudyno aus Russland, die bei den bisherigen drei Grand Slams jeweils den ersten Plaz belegen konnten. Da sie auf einen Start beim erwartete "Heimspiel" der Pforzheier verzichtet hatten, lag auf ihnen die Favoritenbürde bei diesem größten Tanzturnier der Welt mit über 2500 Startern aus 60 Ländern. Allein beim Grand Slam Latein waren 261 Paare aufs Parkett gegangen. Auf dem begannen Balan/Moshenska im Finale beim Samba noch etwas verhalten. Hier wie bei Cha Cha und Juve präsentierten sich die Paare den zwölf Wertugsrichtern mit einem Einzelauftritt, bei der Rumba und beim Paso Doble tanzten alle Sechs gemeinsam. Und hier zog vor allem Nina Bezzobova die Blicke auf sich. Während ihre Konkurrentinnen durchweg in Schwarz und Weiß/Cremefarben gekleidet waren, hatte sie eine farbenfrohes, ja buntes Kostüm gewählt. Trotz ihrer mit Timur (190,92 Punkte) gezeigten tollen Leistung, wurde es am Ende ein Start-Ziel-Erfolg für Marius und Khrystyna (193,67), die alle fünf Tänze für sich entscheiden konnten.

Die nächsten Plätze im Finale belegten:
3. Andrey Gusev/Vera Bondareva, Russland (185,831)
4. Charles-Guillaume Schmitt/Elena Salikhova, Frankreich (185,768)
5. Andrea Silvestri/Martina Varadi, Ungarn (182,540)
6. Edgar Marcos Borjas/Alina Nowak, Polen (176,874)

"Dieses Turnier zu gewinnen, ist unglaublich für uns, es ist die größte Ehre für mich und Marius", bemerkte die überglücklche Siegerin im Interview mit dem SWR-Fernsehen. "Unsere Liebe zeigen wir beim Tanzen", fügte Marius-Andrei Balan hinzu, denn die beiden sind auch privat ein Paar. Danach von SWR-Reporterin Lea Wagner gefragt, was sie sich für die anstehende Weltmeisterschaft erhoffen, erklärte Marius spontan: "Unser Ziel ist es, zu gewinnen."

Auch die übrigen SWC-Paare begeisterten ihre Club-Verantwortlichen und Fans. Allen voran Razvan Dumitrescu und Jacqueline Roos, die Platz 24 im Reigen der Weltelite des Lateintanzens erreicht hatten. Arthur Ankerstein/ Georgiana Barbu kamen auf Rang 40, Jan Janzen/Vitalina Bunina belegten Platz 47 knapp vor Sergiu Maruster/Anastasia Stan. Metin Önal und Klaudia Szabo sammelten als 200. erste Erfahrungen bei einem großen Turnier. Überzeugen konnte zudem das SWC-Standardpaar Anatolij Novoselov und Tasja Schulz-Novoselov , das bei ihrem Grand Slam Turnier mit 257 Startern einen ausgezeichneten 29. Platz im "Wimbledon des Tanzsports" belegten. 

Weitere Informationen unter www.goc-stuttgart.de und www.swc-pforzheim.de.