760_0900_117358_IMG_4406.jpg
Vor allem im zweiten Durchgang können die Kicker des AKV B.G. Ludwigsburg (weiße Trikots) die Offensivbemühungen der Lomersheimer meist erfolgreich unterbinden.  Foto: Bächle 

Phönix Lomersheim scheitert in Ludwigsburg: Beim Ligakonkurrenten unterliegt der Bezirksligist mit 1:3

Ludwigsburg/Mühlacker-Lomersheim. Riesig mag der Traum vom Bezirkspokalfinale beim TSV Phönix Lomersheim zwar wohl nicht gewesen sein. Schließlich beschrieb Phönix-Coach Simon Roller das Halbfinalspiel gegen den Ligakonkurrenten des AKV B.G. Ludwigsburg als „Testspiel mit Wettbewerbscharakter“. Ein Blick in die Gesichter der Kicker vom Wässerle nach der 1:3-Niederlage lässt dennoch erkennen, dass der geplatzte Finaltraum wohl Spuren hinterlassen hat.

Eine Woche nach dem furiosen 6:1 gegen den Nachbar SV Illingen ist für Phönix im Bezirkspokal Schluss. Durchaus bitter, hatten die Lomersheimer doch weitestgehend mehr von der Partie. Vor allem im ersten Durchgang verzeichnete der Gast aus dem Enzkreis ein deutliches Chancenplus, gepaart mit mehr Ballbesitz und einer guten Defensivleistung.

Doch: „Der Aufwand war groß, der Ertrag letztlich aber zu gering“, analysierte Phönix-Coach Roller nach dem Schlusspfiff. Weder Lukas Buck per Kopfball (15.), noch Yaya Youssouf mit seinem Pfostentreffer (39.) konnten den Ludwigsburger Keeper Faruk Simsek bezwingen.

760_0900_117359_IMG_4443.jpg
Lange Bälle in den Rückraum der Lomersheimer Abwehr bringen den Bezirksligisten letztendlich zu Fall und beenden die Finalträume der Phönix-Kicker. Foto: Bächle

Stattdessen setzten die Hausherren kurz nach dem Seitenwechsel den ersten von drei entscheidenden Nadelstichen. Ein langer Ball aus dem Rückraum der Ludwigsburger erwischte die Lomersheimer Defensive auf dem falschen Fuß. AKV-Kicker Bashkim Susuri tauchte völlig frei vor Phönix-Torwart Yannik Jensen auf und legte seelenruhig auf Arber Likaj quer. Likaj (48.) wiederum schob den Ball unbedrängt ein. Vom überraschenden Start der Hausherren wohl ein wenig überrollt, behielt der TSV Phönix Lomersheim nach wie vor die Oberhand in Sachen Spielanteile, doch kam man vor dem gegnerischen Tor nur selten zum Zug. Stattdessen setzten die Ludwigsburger über ihre flinken Offensivkräfte immer wieder Akzente. Der wohl spielentscheidende Moment ereignete sich in der 68. Minute.

760_0900_117360_IMG_4471.jpg
Groß ist der Jubel der Ludwigsburger Kicker nach dem Treffer zum 2:0. Gut lachen haben auch die anwesenden Fans der Heimmannschaft. Foto: Bächle

Wieder das selbe Bild: Ein langer Ball überraschte die Lomersheimer Abwehr, AKV-Stürmer Adriano Aniello schnappte sich den Ball, umkurvte Keeper Jensen und schob die Kugel zum 2:0 in die Maschen. Sichtlich frustriert, aber noch nicht gebrochen setzten die Phönix-Kicker zum Gegenschlag an, doch der Anschlusstreffer von Lukas Buck (90.+2) kam zu spät. Angesichts des unmittelbaren Gegentreffers zum finalen 3:1 durch Arber Likaj (90.+3) hatte sich die aufkeimende Hoffnung des TSV binnen Sekunden bereits wieder zerschlagen. Auch hier stellte Phönix-Trainer Roller ein eher mittelmäßiges Zeugnis aus:

„Das Tor kam einfach zu spät“, erklärte der Coach.

Dennoch zeigte sich Roller trotz der Kritikpunkte und dem verpassten Finaleinzug lobend: „Wir können erhobenen Hauptes hier rausgehen. Wir haben nicht nur die Brechstange angesetzt, sondern versucht, eine spielerische Lösung zu finden.“ Mit dem Blick auf den Saisonstart stehe den Kickern aber noch Arbeit bevor.

„Wir müssen an der Konsequenz vor dem Tor arbeiten, dann stimmen auch die Ergebnisse“, versicherte der Übungsleiter. Immerhin der Spielablauf funktioniere, das habe man auch beim Duell in Illingen gesehen, bei dem Roller selbst von Coach Bernd Common vertreten wurde.

Zeit zur Feinjustierung ist noch: Anfang September startet der TSV Phönix Lomersheim gegen den SV Perouse in die neue Bezirksligasaison. Zuvor erwarten die Kicker vom Wässerle diverse Testspiele, unter anderem gegen Niefern und Enzberg.