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03.06.2017

Phönix-Vorstandsmitglied Rümmelin: „Der Abstieg hat sich leider abgezeichnet“

Im PZ-Interview spricht Ulrich Rümmelin, Vorstandsmitglied des bisherigen Fußball-Bezirksligisten TSV Phönix Lomersheim, über den schon fest stehenden Abstieg, den erhofften Aufstieg und die Trainerfrage.

PZ: Ein Abstieg ist sowieso nicht erfreulich. Wie schmerzlich ist es nun aber, dass es bereits im letzten Spiel am Samstag um 17.30 Uhr beim TSV Benningen um nichts mehr geht?

Ulrich Rümmelin: Aufgrund der Niederlagen gegen Merklingen und Ingersheim hat sich das aber leider schon abgezeichnet.

PZ: Sie als VfB-Fan werden inzwischen aber wissen, ein Abstieg kann mittelfristig im besten Fall sogar positive Auswirkungen haben: Wird Phönix womöglich der VfB der A3?

Ulrich Rümmelin: Das weiß ich nicht. Wir werden noch das letzte Spiel über die Bühne bringen, bevor wir uns zusammensetzen und sehen, wer geht, wer kommt. Soweit ich weiß, wollte bisher niemand gehen. Ob es nun etwas anders ausschaut, weiß ich nicht.

PZ: Wenn Sie sich fragen, wo Phönix die entscheidenden Punkte nicht geholt hat, an welche Begegnungen und Begebenheiten denken Sie da?

Ulrich Rümmelin: Da denke ich ans allererste Spiel in Riexingen: Wir haben drei Minuten vor Schluss 2:0 geführt. Dann hat der Schiedsrichter drei Minuten Verlängerung angezeigt. Er hat dann aber in der achten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter gegen uns gegeben. So endete das Spiel letztlich 2.2. In Perouse stand es in der 92. Minute 2:2, dann gab es einen Elfmeter, der an den Haaren herbeigezogen war. So haben wir auf schmerzhafte Weise noch einen wichtigen Punkt verloren.

PZ: Ein 4:5 zu Hause gegen Perouse muss man auch erstmal hinbekommen ...

Ulrich Rümmelin: Ja, das war eine Katastrophe. Schlimm war jetzt aber auch das Spiel gegen Ingersheim, bei dem der Schiedsrichter unseren Abstieg eingeleitet hat. Stellen Sie sich vor, kurz vor der Pause haben wir mit 2:1 geführt, dann gab es zwei Freistoßentscheidungen und wir sind schon mit 2:3 in die Kabine gegangen. Nach dem Spiel wurde dann noch Sebastian Fischer vom Platz gestellt.

PZ: Schon vor der Saison war klar, dass es im sechsten Jahr nach dem Wiederaufstieg mit dem Klassenverbleib dieses Mal ganz schwierig werden würde.

Ulrich Rümmelin: Da es vier Direktabsteiger gibt und einer noch in die Relegation geht, war es so, ja. Ich hätte halt gedacht, dass wir die Spiele gegen die Konkurrenten Merklingen und Ingersheim und zuvor zu Hause gegen Flacht gewinnen würden.

PZ: Seit dem Abschied von Eberhard Carl fehlte es auf der Trainerposition an Kontinuität. Kommt nun mit Simon Roller als Mann aus den eigenen Reihen trotz allem Ruhe rein?

Ulrich Rümmelin: Die Spieler ziehen mit. Wir haben gesagt, dass wir mit Simon in die neue Saison gehen. Ich bin da auch zuversichtlich, auch wenn man nie hundertprozentig weiß, was passiert.