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FC Nöttingen

Offensivstarke Nöttinger: Die jüngste Erfolgsserie begann der FC Nöttingen mit Timo Brenner (links) und Niklas Kolbe beim 5:0 gegen den SV Spielberg (Foto). Heute soll auch Bissingen die Heimstärke des FCN zu spüren bekommen. Foto: Hennrich/PZ-Archiv
Offensivstarke Nöttinger: Die jüngste Erfolgsserie begann der FC Nöttingen mit Timo Brenner (links) und Niklas Kolbe beim 5:0 gegen den SV Spielberg (Foto). Heute soll auch Bissingen die Heimstärke des FCN zu spüren bekommen. Foto: Hennrich/PZ-Archiv
17.04.2019

Platz zwei in Reichweite: Nöttinger Kicker wollen Serientäter bleiben

Remchingen-Nöttingen. So launig, wie bisweilen das Aprilwetter ist, stellt sich für den FC Nöttingen aktuell die Situation in der Fußball-Oberliga dar. Waren die Lila-Weißen nach einem schwachen Start ins neue Jahr in der Tabelle ins Mittelfeld abgerutscht, ist nach zuletzt drei Siegen in Folge mit beeindruckenden 13:1 Toren der zweite Tabellenplatz plötzlich wieder in Reichweite. Hält die Erfolgsserie?

Oder kommt der nächste Rückschlag? Der Donnerstag wird mit dem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn FSV Bissingen einen Fingerzeig geben. Überholen kann Nöttingen die Bissinger zwar nicht, aber bis auf einen Punkt an den Tabellenvierten heranrücken. Vom zweiten Tabellenplatz trennen den FCN zwar noch sechs Punkte, doch der Bahlinger SC, der diesen möglichen Aufstiegsplatz belegt, hat auch schon ein Spiel mehr ausgetragen.

Drei Siege reichen noch nicht

Michael Wittwer mag sich aktuell gar nicht so sehr mit dem Tabellenbild beschäftigen. „Ich habe immer gesagt, dass wir eine Serie von fünf, sechs Siegen brauchen, dann könnten wir oben wieder dabei sein. Aber mit drei Siegen sind wir noch nicht so weit“, rechnet der Nöttinger Trainer vor.

Dabei weiß auch er, wie beeindruckend diese drei Erfolge waren. 5:0 gegen den SV Spielberg, 2:0 im Derby beim 1. CfR Pforzheim, 6:1 beim Tabellennachbarn SSV Reutlingen – diese Miniserie hat auch die Konkurrenz registriert. Folgt gegen Bissingen nun der vierte Erfolg und legen die Lila-Weißen dann eine Woche später auch noch beim Abstiegskandidaten FC Friedrichstal nach, könnten sich für den FCN ganz neue Perspektiven eröffnen. Aber Michael Wittwer tritt lieber auf die Euphoriebremse und zitiert den alten Fußballerspruch: „Von Spiel zu Spiel denken.“ Tatsächlich stellt der FSV Bissingen für jeden gegnerischen Trainer aktuell eine anspruchsvolle Denksportaufgabe dar. Schließlich sind die Schwaben seit dem 2:4 in Backnang in sechs Spielen ungeschlagen, holten bei 9:4 Toren 14 Punkte. Mit Alexander Götz (10 Tore), Simon Lindner und Pascal Hennrich (je 9) verfügt der FSV zudem über drei Torschützen der Extraklasse – das Trio zählt in der Liga-Torschützenliste zu den Top 15. Ganz so hochkarätig scheint Nöttingen offensiv nicht besetzt zu sein, dafür hat das Team von Michael Wittwer mit Mario Bilger, Ricardo Di Piazza, Michael Schürg, Leutrim Neziraj und Ernesto de Santis gleich fünf Spieler, die es auf jeweils sechs Treffer bringen. Das spricht dafür, dass die Mannschaft aus Remchingen vor dem gegnerischen Tor schwer auszurechnen ist. Und beim Blick aufs Torverhältnis sieht man, dass die Nöttinger bei 53:32 Toren offensiv sogar einen Tick gefährlicher sind als Bissingen (48:30).

Nach dem jüngsten Kantersieg in Reutlingen hat Michael Wittwer natürlich wenig Grund, sein Team großartig umzubauen, zumal Spieler wie Mario Bilger (Grippe) und Ernesto de Santis (Schlag auf die Wade), die noch am ehesten für eine Rückkehr in die Startelf infrage kämen, zuletzt im Training pausiert hatten. Für beide könnte ein Einsatz von Beginn an heute noch zu früh kommen.

Spielstarke Kontrahenten

Michael Wittwer freut sich auf die Partie, weil er Bissingen als Gegner einschätzt, der selbst etwas fürs Spiel tut und ebenfalls etwas für sein Punktekonto tun muss. „Das“, so der FCN-Coach, „kommt uns normalerweise entgegen.“ Bissingen sei eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, sei vor allem über die Flügel gefährlich. „Aber wir können auch spielen und haben Stärken auf den Flügeln“, sagt Wittwer, ehe er ergänzt: „Wenn unsere Jungs läuferisch und kämpferisch das auf den Platz bekommen, was sie zuletzt in Reutlingen gezeigt haben, dann ist mir nicht bange.“