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Mit Alexandria Kiss-Rusk vom BC Pharmaserv Marburg (links) und Kimberly Pierre-Louis von den Rutronik Stars Keltern treffen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zwei der besten Bundesliga-Spielerinnen aufeinander. Foto: PZ-Archiv/Becker
Mit Alexandria Kiss-Rusk vom BC Pharmaserv Marburg (links) und Kimberly Pierre-Louis von den Rutronik Stars Keltern treffen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zwei der besten Bundesliga-Spielerinnen aufeinander. Foto: PZ-Archiv/Becker
12.04.2019

Play-off-Plan der Rutronik Stars Keltern: Sand ins Marburger Getriebe

Keltern. Mit den Play-off-Spielen steuert auch in der Basketball-Bundesliga der Frauen die Saison auf ihren Höhepunkt zu. In den kommenden acht Tagen werden in der Halbfinalserie Best of 3 die beiden Finalisten ermittelt. Dabei stehen sich die der Tabellenzweite Rutronik Stars aus Keltern und der Dritte BC Pharmaserv Marburg im einen Duell gegenüber, das zweite Duell bestreiten Tabellenführer Herner TC und der langjährige Serienmeister TSV Wasserburg (Platz 4).

Das erste Duell zwischen Keltern und Marburg steigt an diesem Sonntag um 17.30 Uhr in der Speiterling-Sporthalle Dietlingen. Die PZ wirft einen Blick auf beide Kontrahenten.

Auf Augenhöhe:

„Die Favoritenrolle ist klar bei Keltern“, sagt Marburgs Trainer Patrick Unger. Da kann sein Kollege Christian Hergenröther nur müde lächeln. „Beide Teams schenken sich nichts. Kleinigkeiten entscheiden“, sagt Kelterns Coach. Zwar spricht das Heimrecht im möglichen dritten und entscheidenden Spiel vermeintlich für die Sterne. Doch der Blick auf die Statistik besagt etwas anderes. Die Sterne haben das Liga-Spiel in Marburg mit 67:62 gewonnen, aber daheim sowohl in der Liga (57:73) als auch im Pokal (66:69) gegen die Blue Dolphins (Blaue Delphine) verloren. Hergenröther sieht sein Team bei der individuellen Qualtiät leicht vorne, Marburg vergleicht er mit einer gut geölten Maschine, die kaum zu stoppen ist, wenn sie erst mal am Laufen ist. Sein Plan: „Wir müssen Marburg Sand ins Getriebe streuen.“

Die Statistiken:

Der Blick auf die Tabelle verheißt Ausgeglichenheit. Beide Teams haben 15 Siege und fünf Niederlagen zu Buche stehen, das Scorekonto (Keltern 1525:1326; Marburg 1513:1355) ist vergleichbar. Und beide Team haben Spitzenreiter Herne die bislang einzigen Niederlagen der Saison zugefügt.

Die besten Spielerinnen:

Mit Katlyn Theresa Yohn, Alexandria Kiss-Rusk, Tonisha Vanee Baker und Marie Berthold hat Marburg gleich vier Spielerinnen, die im Schnitt mehr als elf Punkte pro Spiel erzielt haben. Keltern hat nur drei Spielerinnen mit zweistelliger Quote, dafür zählen Kimberly Pierre-Loius (14,5) und Ezinne Kalu (13,1) zur absoluten Liga-Spitze. Bei den Rebounds ist Kiss-Rusk mit 189 gepflückten Bällen Nummer zwei der Liga, Pierre-Louis die Nummer sechs (160).

Der Schlüssel zum Spiel:

Vermutlich fällt die Entscheidung in der Abwehr. „Aggressiv verteidigen, fokussiert bleiben“, sagt Hergenröther. Und dabei immer die Schiedsrichter im Blick haben. Was pfeifen sie? Was lassen sie durchgehen? Nicht, dass am Ende die Foulbelastung zum Problem wird. Dass Keltern gut verteidigen kann, hat das Team schon gezeigt. Und dass man in der Saisonstatistik bei den Steals 191:141 vorne liegt, ist ein Mutmacher, ebenso die Zahl der Ballverluste, die bei Marburg höher ist (308:281). Dafür ist Kelterns Kader verletzungsbedingt nicht mehr so breit. Das wird sich auf die Rotation, die Christian Hergenröther gerne ausgiebig gepflegt hat, auswirken.

Die Tickets:

Eintrittskarten gibt es noch an der Tageskasse. Wer allerdings einen Sitzplatz reservieren will, sollte sich bei Dirk Steidl (Mail: dirk.steidl@gmx.de; Telefon: 0171/6535225) melden.