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Die Augen auf den Ball gerichtet:  Der FC Nöttingen um Leutrim Neziraj (links) will dem favorisierten SV Sandhausen heute im badischen Pokalfinale ein Schnippchen schlagen.
Die Augen auf den Ball gerichtet: Der FC Nöttingen um Leutrim Neziraj (links) will dem favorisierten SV Sandhausen heute im badischen Pokalfinale ein Schnippchen schlagen. © Becker/PZ-Archiv
10.05.2011

Pokalfinale: FC Nöttingen hofft auf die Sensation

FORST. Der DFB-Pokal lockt, doch die Chancen des FC Nöttingen auf einen Sieg am Mittwochabend um 18.30 Uhr im Pokalfinale des Badischen Fußballverbandes gegen den SV Sandhausen sind eher gering.

Obwohl die Mannschaft von Trainer Michael Wittwer als Spitzenreiter der Oberliga Baden-Württemberg im Waldseestadion des FC Germania Forst anreist, geht sie dennoch als krasser Außenseiter in das Duell mit dem Drittliga-Club aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Im vergangenen Jahr, als sich beide Teams ebenfalls im Endspiel gegenüberstanden, wurde der FCN im Vorfeld aber auch schon von allen Experten abgeschrieben – am Ende unterlagen die Remchinger dem haushohen Favoriten nur knapp mit 6:7 nach Elfmeterschießen.

„Die Mannschaft muss versuchen, ihre Kräfte zu mobilisieren, richtig in die Zweikämpfe zu kommen und so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben – dann ist selbst gegen einen Gegner wie den SV Sandhausen alles möglich“, beschrieb Dirk Steidl, der Vorstandsvorsitzende des FCN, am gestrigen Dienstag die Chancen seines Teams.

Derselben Meinung ist Michael Wittwer. „Wir wissen, wie schwer es morgen wird. Wir wissen, dass der SV Sandhausen als Drittligist Favorit ist. Wir wissen aber auch, wie knapp das Endspiel im vergangenen Jahr ausgegangen ist. Außerdem hat sich meine Elf seither weiterentwickelt und einen großen Schritt nach vorne gemacht“, gab sich der Nöttinger Trainer gestern kämpferisch.

Die Generalproben beider Teams vor dem heutigen Showdown fielen unterschiedlich aus: Während der FC Nöttingen am Freitagabend vor heimischem Publikum einen herben Dämpfer gegen den FSV Hollenbach (1:2) kassierte, erkämpfte sich der SV Sandhausen zu Hause gegen die Spvgg Unterhaching (0:0) immerhin einen Punkt. Beim Tabellenzwölften der 3. Liga ging es ohnehin stetig bergauf, seit der ehemalige FCN-Coach Gerd Dais – von Juli 2002 bis November 2004 bei den Remchingern tätig – am 14. Februar das Zepter übernommen hat.

Personell sind im Vergleich zur Niederlage gegen Hollenbach keine großen Veränderungen zu erwarten. „Es ist möglich, dass ich eine andere taktische Formation wähle und aus diesem Grund ein bis zwei Spieler aus der Startformation nehme. Ich werde aber mit Sicherheit nicht die halbe Mannschaft auswechseln, nur weil wir am Freitagabend verloren haben“, verriet Wittwer gestern.