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Hoch her  ging es im Pokalfinale 2010 zwischen dem FC Nöttingen und dem SV Sandhausen auf dem Platz. Jetzt steht die Neuauflage des  Endspiels an. Zuvor wird aber über den Spieltermin gestritten.
Hoch her ging es im Pokalfinale 2010 zwischen dem FC Nöttingen und dem SV Sandhausen auf dem Platz. Jetzt steht die Neuauflage des Endspiels an. Zuvor wird aber über den Spieltermin gestritten. © Becker/PZ-Archiv
04.05.2011

Pokalfinale des BFV: FC Nöttingen legt Einspruch gegen Endspiel-Termin ein

NÖTTINGEN/SANDHAUSEN. Schon lange, bevor der Ball im Pokalfinale des Badischen Fußball-Verbandes (BFV) rollt, geht es hoch her. Am Mittwoch hat Finalist FC Nöttingen Einspruch gegen den festgesetzten Endspiel-Termin eingelegt.

Geht es nach dem Willen des Verbandes, wird das Finale bereits am kommenden Mittwoch (11. Mai) auf neutralem Platz – möglicherweise in Forst oder Wiesental – ausgetragen. Die Nöttinger führen aber ihren engen Spielplan im Titelrennen der Oberliga ins Feld und wollen das Finale erst am 25. Mai (Mittwoch) spielen. Gestern legte der FCN deshalb Einspruch ein, heute wird das BFV-Präsidium beraten und eine Entscheidung fällen. Gegen diesen Beschluss gibt es dann keine Widerspruchsmöglichkeit mehr.

Schon am Rande ihres Halbfinalspiels, das die Nöttinger am Dienstag mit 4:0 beim Landesligisten Durlach-Aue gewannen, machte der Oberligist seinen Widerstand deutlich. Im Termin 11. Mai sieht der FCN-Vorsitzende Dirk Steidl vor allem ein Entgegenkommen für den Finalgegner und Drittligisten SV Sandhausen, dessen Saison bereits am 14. Mai endet – die Sandhäuser müssten also ihre Sommerpause verkürzen, wenn erst am 25. Mai gespielt würde.

Den frühen Termin sieht Steidl wegen des engen Zeitplans als Nachteil für seinen Verein, nachdem das FCN-Team gerade eine Englische Woche absolviert und auch am Mittwoch, 18. Mai, ein Oberliga-Spiel hat. Und: Der 11. Mai sei im Rahmenterminkalender des BFV gar nicht für Pokalspiele vorgesehen.

Doch die Nöttinger Argumente kann BFV-Geschäftsführer Siegfried Müller nicht ganz nachvollziehen. Die Nöttinger hätten ein Oberliga-Spiel am Freitag dieser Woche (6. Mai/daheim gegen Hollenbach), das nächste Pflichtspiel danach finde aber erst am Mittwoch, 18. Mai (in Linx), statt. Dazwischen liege eine Spanne von zwölf Tagen – da könne man das Pokalspiel gut platzieren. Beim Nöttinger Wunschtermin – dem 25. Mai – hätte der Oberligist hingegen am Samstag zuvor sowie am darauffolgenden Montag ein Spiel – also weniger Pause zwischen den einzelnen Partien. Siegfried Müller versichert: „Wir versuchen immer, beiden Vereinen entgegenzukommen.“

SVS zeigt sich überrascht

Beim SV Sandhausen zeigte man sich gestern vom Nöttinger Einspruch überrascht. „Uns wurde der 11. Mai als Finaltermin genannt. Und ich sehe keinen Grund, warum es anders sein soll. Aber alles weitere liegt nicht in unserer Macht“, sagte Manager Tobias Gebert gestern auf PZ-Nachfrage.

Vielleicht aber gibt es am Ende auch eine gütliche Einigung – so wie im vergangenen Jahr, als sich schon einmal Nöttingen und Sandhausen im Finale gegenüberstanden und die Terminproblematik ähnlich war. Weil Nöttingen 2010 dann einem früheren Termin zustimmte, machte Sandhausen viele Zugeständnisse: Das Finale fand nicht auf neutralem Boden sondern in Nöttingen statt, der FCN musste die Zuschauereinnahmen nicht mit Sandhausen teilen und konnte sich auch noch über den Erlös aus der Bewirtung freuen. Am Ende gewann Sandhausen dennoch – nach Elfmeterschießen, zog in den DFB-Pokal ein und unterlag in der 1. Runde knapp dem Zweitligisten FC Augsburg – ebenfalls nach Elfmeterschießen.

So gesehen muss noch lange nicht das letzte Wort gesprochen sein, wenn der Verband morgen dem Nöttinger Einspruch stattgibt und das Finale auf den 25. Mai festsetzt.