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 Foto: KSC 

Polizistin, Ex-Spieler, Unternehmer, Oliver-Kahn-Bruder, Vizepräsident: KSC-Präsidentenwahl mit fünf Kandidaten

Karlsruhe. Der Karlsruher SC bekommt am Donnerstag einen neuen Präsidenten. Im Rahmen einer außerordentlichen und virtuell durchgeführten Versammlung wählen die Mitglieder des Fußball-Zweitligisten die Nachfolgerin oder den Nachfolger des im Mai zurückgetretenen Ingo Wellenreuther. Fünf Kandidaten stellen sich zur Wahl.

Dorothée Augstenstein: Die Polizeibeamtin aus Offenburg wäre die erste Präsidentin in der 126-jährigen Vereinsgeschichte. Die vorher im Umfeld des Vereins völlig unbekannte 37-Jährige reklamiert für sich, mindestens genauso viel vom Fußball zu verstehen wie die meisten ihrer Mitbewerber. Mangelndes Insiderwissen und Gremienerfahrung räumt sie dagegen ein.

Rolf Dohmen: Als Bundesligaspieler des KSC trug der Rheinländer noch den Spitznamen „Disco Dohmen“. Als Manager sanierte er den Verein und stieg mit dem KSC in die Bundesliga auf. Er gilt als der Kandidat mit der größten Fußballkompetenz im Quintett.

Kai Gruber: Hemdsärmelig und offen für Gespräche, so sieht sich der Unternehmer selbst. Ahnung von Fußball hat er nach eigener Einschätzung nur wenig. Der Maschinenbauer will vor allem seine unternehmerischen Fähigkeiten und seine Kontakte einbringen. Im Oktober 2019 erhielt er nur eine Stimme weniger als der wiedergewählte Vize Holger Siegmund-Schultze.

Axel Kahn: Der Verleger und Inhaber einer Werbeagentur will zurück zu seinen fußballerischen Wurzeln. Früher eher als Partylöwe bekannt, präsentierte sich der ehemalige KSC-Profi im Wahlkampf mit eigenen Konzepten. Ließ durchblicken, dass er sich mit seinem prominenten Bruder Oliver regelmäßig austauscht.

Holger Siegmund-Schulze: Als amtierender Vizepräsident einziger Bewerber mit offizieller Funktion im Verein. Lange Zeit trieb der Immobilienprojektentwickler gemeinsam mit Wellenreuther den Neubau des Stadions voran. Gilt dank Amtsbonus als Favorit.