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Da staunen die Studenten: Auf einmal spielen KSC-Profis in der Mensa des KIT Fußball-Tennis.  privat
Da staunen die Studenten: Auf einmal spielen KSC-Profis in der Mensa des KIT Fußball-Tennis. privat
12.11.2015

Profis des Karlsruher SC überraschen die Studenten beim Mittagessen

Der KSC geht mit überraschenden und coolen Ideen auf „Kundenfang“ - und setzt diese über die neuen Medien konsequent in Szene. Zielgruppe einer „Fußballtennis-Flashmob“-Aktion des Zweitligisten waren nun die Studenten in Karlsruhe. Davon gibt´s in der badischen Metropole insgesamt 40 000, über 20 000 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

So wird ein kurzer, scheinbar spontaner Menschenauflauf in der Öffentlichkeit genannt, bei dem die Teilnehmer ungewöhnliche Dinge tun. Die KSC-Profis haben einen Flashmob in der Mensa des KIT gemacht – unmittelbar neben dem Wildparkstadion. „Wir wollen die Studenten mit dem Flashmob für den KSC interessieren, und zwar so, dass wir für die jungen Leute jede Menge Gesprächsstoff liefern“, sagt Medienchef Jörg Bock. Er hatte die Idee, die am Dienstag nach intensiver Planung umgesetzt wurde. In der Mittagszeit, als die rund 1000 Sitzplätze permanent mit essenden Studenten besetzt waren, ging der „Fußballtennis-Flashmob“ inszeniert von sieben KSC-Profis und Sportdirektor Jens Todt über die Bühne. Ein paar Sportstudenten waren eingeweiht und besetzten unauffällig einige Tische im Zentrum. Dann geht alles ruck-zuck. Sportdirektor Todt erscheint wie aus heiterem Himmel in Schiri-Montur. Ein Pfiff und binnen Sekunden werden die Tische weggeräumt und dafür ein Netz aufgebaut. Gaetan Krebs, Martin Stoll, Hiroki Yamada und Dominic Peitz spielen Fußballtennis, ebenso Daniel Gordon und „Jimmy Hoffer“.

Nach etwas mehr als zwei Minuten steht plötzlich Dirk Orlishausen im Torwarttrikot mit Kapitänsbinde auf einem Tisch und schreit vor den verdutzten Studis – die haben ihre Handys längst gezückt und fotografieren oder filmen den Auftritt – seine Mitspieler an: „Seid ihr wahnsinnig? Jetzt ist drüben Training! Hier wird gegessen und nicht Fußball gespielt!“

Abbau – der Flashmob war vorbei und ließ staunende, Beifall klatschende Studenten zurück. Denen spendete der KSC flugs noch 500 Gutscheine für Freikarten. Sie gelten für die Partie gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth am Samstag, 12. Dezember um 13 Uhr. „Mit diesen Karten stehen sie mitten unter unseren treuen Fans. So bekommen sie die tolle Atmosphäre im Wildpark hautnah mit“, erklärte KSC-Medienchef Bock.

Riesiges Interesse der Fans

Nicht genug damit: Das Flashmob-Video ging online und die Klicks schossen durch die Decke. Hunderttausende hatten das Flashmob-Event in ihrer Facebook-Timeline, bei Youtube oder Twitter in den ersten 48 Stunden gesehen – sensationell.

Medienchef Bock freute sich und kündigte an: „Wir werden weitere Aktionen starten, um den KSC nicht nur für diese Gruppe künftig noch interessanter zu machen.“