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2007 holten die Handballer bei der Heim-WM den letzten großen Titel. Die lange Durststrecke beendeten kürzlich die Jungs von Dagur Sigurdsson (Bild, mit der Siegerschale). Foto: dpa
2007 holten die Handballer bei der Heim-WM den letzten großen Titel. Die lange Durststrecke beendeten kürzlich die Jungs von Dagur Sigurdsson (Bild, mit der Siegerschale). Foto: dpa
05.02.2016

Profitieren Vereine in der Region von Angelique Kerbers Tennistriumph und vom EM-Titel der Handballer?

Genau eine Woche ist es her, dass Angelique Kerber im Finale der Australian Open Serena Williams schlug und damit Erinnerungen an die guten alten Zeiten mit Boris Becker und Steffi Graf weckte. Einen Tag später triumphierten sensationell die deutscher Handballer bei der EM in Polen und lösten eine unglaubliche Euphorie aus – so wie 2007 die Männer von Heiner Brand beim WM-Sieg im eigenen Land. Ganz klar erhoffen sich nun die Tennis- wie auch Handballverbände wieder einen Boom. Doch rennen die Jungs, Mädels und Erwachsenen den Vereinen jetzt wirklich die Bude ein?

Boom-Boom-Boris! Der Hype um Becker und Graf war grenzenlos. Ganz Deutschland war verrückt nach Tennis. Die Vereine erfuhren einen enormen Zulauf. „Da ging schon was“, erinnert sich Thomas Hell. „Jung und Alt hatten auf einmal den Sport für sich entdeckt, neue Vereine wurden gegründet“, so der Sportliche Leiter des TC Wolfsberg. Vor allem in den Dörfern rund um Pforzheim seien Tennisclubs aus dem Boden geschossen.

Laut der „Markt-Media-Studie 2008“ konnte der Handball durch den Titelgewinn 2007 mehr als 10 Millionen Bundesbürger als Fans hinzugewinnen. Weit mehr als jeder Dritte Deutsche ab 14 Jahren gab an, sich für den Sport zu interessieren. Wolfgang Taafel, Abteilungsleiter der TGS Pforzheim, kann sich allerdings nicht „an einen extremen Zuwachs“ damals bei der TGS erinnern. Wolfgang Lipps, Sportlicher Leiter der SG Pforzheim/Eutingen spricht ebenso von einer „überschaubaren Zahl“ an neuen Spielern.

Glaubt der TC Wolfsberg nach Kerbers Sieg an einen Boom? „Auf alle Fälle wird Tennis jetzt wieder positiver wahrgenommen“, sagt Thomas Hell. Mit einem Boom rechnet er allerdings nicht. Glauben die Handballer in der Region an einen positiven Effekt? „Wir müssen mit Aktionen die nun Handballinfizierten Leute zu uns in die Halle locken. Von alleine kommt die Nachfrage nicht. Wir müssen das Produkt schon verkaufen“, sagt Wolfgang Taafel. Wolfgang Lipps vermutet: „Der Zulauf wird sich wohl in Grenzen halten.“

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