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Eine Schiedsrichterentscheidung ließ bei einem Kinder-Fußballspiel die Emotionen so weit hochkochen, dass sich am Ende mehrere Personen prügelten.
Eine Schiedsrichterentscheidung ließ bei einem Kinder-Fußballspiel die Emotionen so weit hochkochen, dass sich am Ende mehrere Personen prügelten. © Symbolbild: dpa
18.01.2016

Prügelei bei E-Jugend-Fußballspiel artet aus - Trainer und Eltern machen mit

Eine Schlägerei während eines Fußballspiels der E-Jugend in Hamburg mit Eltern und Kindern wird für die Beteiligten möglicherweise Konsequenzen haben. Nach der Auseinandersetzung am Sonntagnachmittag ermittelt das Landeskriminalamt wegen Körperverletzung.

Auch der Hamburger Fußball-Verband kündigte an, es werde eine Verhandlung vor dem Jugendrechtsausschuss geben. Bei der Auseinandersetzung während der Partie zwischen dem FC Bingöl und dem FC Bergedorf 85 sei niemand ernsthaft verletzt worden, teilte die Polizei am Montag mit. 

Die acht bis zehn Jahre alten Spieler waren den Angaben zufolge wegen einer Schiedsrichterentscheidung aufeinander losgegangen. Der Unparteiische hatte ein unsportliches Verhalten sanktioniert. Daraufhin seien Eltern und Zuschauer auf das Spielfeld gelaufen und hätten in die Auseinandersetzung eingegriffen. Auch ein Trainer und ein Betreuer hätten sich an der Schlägerei beteiligt.

Der 43 Jahre alte Vater eines Spielers von Bergedorf 85 soll zwei Kinder der gegnerischen Mannschaft im Alter von acht und zehn Jahren geschlagen und leicht verletzt haben. Auch zwei Männer im Alter von 26 und 44 Jahren erlitten leichte Verletzungen. Die Beteiligten beschuldigten sich laut Polizei gegenseitig, jeweils die andere Partei angegriffen zu haben.

Mit der Auseinandersetzung soll sich auch der Jugendrechtsausschuss des Hamburger Fußball-Verbands befassen. Der Ausschuss ist das Jugendsportgericht des Verbands und kann auch Strafen für Vereine aussprechen.