nach oben
Frust nach dem 1:2 gegen Bissingen: Dominik Salz (links) und Sebastian Rutz schleichen vom Platz. Foto: Gössele
Frust nach dem 1:2 gegen Bissingen: Dominik Salz (links) und Sebastian Rutz schleichen vom Platz. Foto: Gössele
30.11.2015

Ratlosigkeit beim 1. CfR Pforzheim: Oberliga-Aufsteiger rutscht ab

„Schwer zu erklären“, sagt Trainer Teo Rus. „Ich bin ratlos“, meint Sportchef Torsten Heinemann. „Uns fehlt einfach das Abschlussglück“, glaubt Innenverteidiger Matthias Fixel. Nach der 1:2-Heimniederlage des 1. CfR Pforzheim gegen den FSV Bissingen war der Frust groß im Stadion Holzhof. Der Traum des Aufsteigers in die Fußball-Oberliga Baden-Württemberg, ganz vorne mitzuspielen, ist endgültig geplatzt.

Dabei war es nie das erklärte Ziel des CfR, ganz oben anzugreifen. Doch nach neun Spielen in Serie ohne Niederlage war das Team von Teo Rus plötzlich auf Tuchfühlung zur Spitze. Viele Spieler und auch Teile des Umfeldes glaubten: Da geht mehr. Auch nach der 0:2-Niederlage beim Titelaspiranten in Ulm schien noch alles im Lot. In den darauf folgenden Heimspielen sollten neun Punkte her. Man wäre komfortabel in die Winterpause gegangen, unabhängig davon, wie das letzte Spiel des Jahres am kommenden Samstag beim SSV Reutlingen endet. Doch aus den drei Spielen wurde nur ein Punkt geholt, beim 0:0 gegen den SV Oberachern.

„Ich bin sprachlos, ich weiß nicht, wo ich ansetzen soll. Wir vergeben todsichere Chancen und bekommen zu einfache Gegentore“, sagt Torsten Heinemann nach der Pleite gegen Bissingen.Heinemann betont aber auch, dass es nie Saisonziel war, aufzusteigen. „Unser Ziel war von Anfang an, uns in der Oberliga zu etablieren und einen Platz zwischen fünf und acht zu belegen. Wir haben einen Kader, der sich vor keiner Mannschaft in der Oberliga verstecken muss.“ Klar ist aber auch: Ein Durchmarsch in die Regionalliga wäre zwar schön für den 1. CfR, wegen der Sanierung des Stadions im Brötzinger Tal aber in dieser Saison nicht unbedingt ideal. Perfekt passen würde der Aufstieg hingegen in der kommenden Saison, wenn im ersten Quartal des Jahres 2017 im Brötzinger Tal alles fertig sein soll.