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Offensiv und defensiv eine Option: Niklas Hecht-Zirpel (links), hier im Duell mit dem Walldorfer Timo Kern, steht wieder zur Verfügung. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Offensiv und defensiv eine Option: Niklas Hecht-Zirpel (links), hier im Duell mit dem Walldorfer Timo Kern, steht wieder zur Verfügung. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
19.09.2016

Regionalligist FC Nöttingen arbeitet an der Auswärtsschwäche

Vier Spiele, 3:13 Tore, null Punkte – wenn der FC Nöttingen in dieser Saison der Regionalliga Südwest bislang auswärts angetreten ist, gab es nichts zu erben. Ob es am morgigen Mittwoch, wenn die Lila-Weißen in der englischen Woche um 19.00 Uhr beim Tabellendritten FC Saarbrücken antreten, anders wird? Die Aussichten sind nicht rosig. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht kann der Aufsteiger einen seiner guten Heimauftritte (zehn Punkte aus fünf Spielen) mal in der Fremde wiederholen.

Auswärts nicht alles schlecht

Dubravko Kolinger weiß um die „klare Favoritenrolle“ der Saarbrücker. „Die haben doch ganz andere Ambitionen als wir“, sagt der Nöttinger Trainer. Aber trotz der beiden deutlichen Schlappen beim SSV Ulm (1:5) und in Worms (0:4) will Kolinger nicht alle Auswärtsauftritte seiner Elf über einen Kamm scheren. Beim TSV Steinbach (2:3) und in Offenbach (0:1) habe sich das Team gut präsentiert. „In Offenbach hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, sagt der Nöttinger Coach.

Personell kann Kolinger beim Spiel in Saarbrücken aus dem Vollen schöpfen. Der zuletzt gelb-rot-gesperrte Felix Zachmann kehrt ebenso zurück wie Reinhard Schenker, der von seiner studienbedingten Exkursion zurück ist. Damit könnte Nöttingen wieder seine etatmäßige Doppelsechs aufbieten. Allerdings hat das Duo Theodor Bräuning/Niklas Hecht-Zirpel seine Sache am Freitag beim 3:1-Sieg gegen Walldorf auf der zentralen Position vor der Abwehr auch gut gemacht. „Wir werden zwei Tage nachdenken“, hatte Kolinger nach dem Spiel gesagt, als er auf diese Personalie angesprochen worden war.

Jetzt sind die zwei Tage rum, entschieden scheint aber noch nichts. Kolinger wollte gestern Abend im Training erst einmal schauen, in welcher Verfassung sich seine Startelfkandidaten präsentieren. Grundsätzlich freut sich Kolinger aber auf die Qual der Wahl: „Es ist doch schön für einen Trainer, wenn Leistungsträger zurückkommen.“

Niklas Hecht-Zirpel war nach seiner Genesung von einer Muskelverletzung eine überraschende Wahl für das defensive Mittelfeld. Jetzt ist er offensiv wieder eine Option. Das gilt auch für Michael Schürg, der zuletzt meist von der Bank kam – eine Rolle, die ihm nicht sonderlich gefällt. Als Joker gelang dem Angreifer gegen Walldorf sein erster Saisontreffer, etwas glücklich, wie er selbst eingestand. „Aber das Glück muss man sich erarbeiten“, sagt.

Apropos arbeiten: Das sieht auch der Trainer als Grundlage für ein erstes Erfolgserlebnis auswärts: „Dranbleiben, weiterarbeiten“, sagt er auf die Frage, wie Nöttingen auswärts erstmals punkten könne.