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Auch auf die Tore von Manuel Mönch (Mitte) kommt es für die SG Pforzheim/Eutingen im Kampf um den Klassenverbleib an.   Hennrich, PZ-Archiv
Auch auf die Tore von Manuel Mönch (Mitte) kommt es für die SG Pforzheim/Eutingen im Kampf um den Klassenverbleib an. Hennrich, PZ-Archiv
11.05.2017

Relegation: SG Pforzheim/Eutingen greift nach dem Strohhalm

Mit dem Relegationsturnier um den Klassenverbleib der Tabellenvierzehnten der vier 3. Bundesligagruppen legen Pforzheims Handballer am Wochenende die Saison 2016/2017 endgültig ad acta.

Weil der Meister der Oberliga Ostsee/Spree den Aufstieg in die 3. Bundesliga nicht wahrnehmen wird, bekommt die SG Pforzheim/Eutingen als 14. der 3. Bundesliga Süd die Chance, sich in einem Relegationsturnier mit den Drittletzten (14. der jeweiligen Tabellen) der drei anderen 3. Bundesliga-Gruppen auf den letzten Drücker doch noch den Ligaverbleib zu sichern. Dies ist in der Ostgruppe die SG LVB Leipzig, in der Westgruppe TuS Volmetal und in der Nordgruppe die SG VTB Altjührden.

Die Relegation steigt in der Sporthalle in Hagen-Volmetal. In zwei Halbfinalspielen über die volle Spielzeit spielt zunächst Ost gegen Süd, danach West gegen Nord. Die beiden Halbfinalsieger ermitteln dann am Sonntag ab 10 Uhr die Mannschaft, die in der 3. Liga bleibt. Für den Fall, dass noch andere Mannschaften ihr Spielrecht für die 3. Bundesliga nicht wahrnehmen sollten, ist am Sonntag um 12.30 Uhr auch noch eine Begegnung der beiden Verlierer der Halbfinals angesetzt.

Im Vergleich der Vertreter aus Süd und Ost trifft die SG Pforzheim/Eutingen auf den Ostvertreter SG LVB Leipzig. Trainer Alexander Lipps hat seine Mannen während der Woche noch einmal richtig auf die Chance, den Strohhalm zu ergreifen, heiß gemacht. Dass jeder an die Leistungsgrenze und sogar darüber gehen muss, sollte jedem im Team klar sein. Freilich gehen die Eutinger auch in diese letzte Etappe der Saison mit dem Handicap, mit dem am Sprunggelenk verletzten Dominik Seganfreddo ihren Torjäger und auch Spezialisten vom Siebenmeterstrich ersetzen zu müssen. Und mit Michael Hohnerlein und Bastian Langenfeld, die beide an Muskelverletzungen laborieren, werden auch gleich zwei Stabilisatoren der Abwehr fehlen.

Gegner SG LVB Leipzig (Sportgemeinschaft der Leipziger Verkehrsbetriebe) ist zwar eine unbekannte Größe, allerdings konnten Alexander Lipps und sein Trainerstab dank des Videoportals der 3. Bundesliga unter der Woche die Stärken und Schwächen der Sachsen gründlich ausloten. Eckpfeiler, auf die man im Eutinger Lager besonders achten muss, sind vor allem Linkshänder Steve Baumgärtel auf der rechten Rückraumposition sowie Linksaußen Sascha Meiner, der auf der linken Außenbahn die Tempogegenstöße läuft. Steve Baumgärtel kann neun Jahre Erfahrung in der 2. Bundesliga in die Waagschale werfen, Meiner trug in der Jugend das Trikot mit dem Bundesadler und war 2008 auch an der Vize-Europameisterschaft der Junioren beteiligt.

Dass die Sachsen nach zwei Spielrunden im Vorderfeld in dieser Saison in die Bredouille geraten sind, lag vor allem an der Langzeitverletzung ihres Rückraumhünen und Goalgetter David Heinig. Um das Klassenziel zu erreichen, haben die Sachsen, die unbedingt in der 3. Liga bleiben wollen, Anfang April noch den Trainer gewechselt.