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Alarm vor dem Tor von Robin Kraski (links). Fehler wie im letzten Oberliga-Heimspiel gegen Hollenbach darf sich Nöttingens Abwehr um Holger Fuchs (3) gegen die offensiv starken Rot-Weißen aus Frankfurt nicht erlauben. Foto: Hennrich
Alarm vor dem Tor von Robin Kraski (links). Fehler wie im letzten Oberliga-Heimspiel gegen Hollenbach darf sich Nöttingens Abwehr um Holger Fuchs (3) gegen die offensiv starken Rot-Weißen aus Frankfurt nicht erlauben. Foto: Hennrich
23.05.2016

Relegation: Viel Arbeit für Nöttingens wackelige Defensive gegen Frankfurt

An den 1. Juni 2014 erinnern sich die Fans des FC Nöttingen besonders gerne. Durch einen 1:0-Sieg beim FSV Salmrohr stieg ihre Mannschaft in die Regionalliga Südwest auf. Der Jubel kannte kein Grenzen. Viele Spieler der aktuellen Nöttinger Mannschaft waren damals schon dabei. Sie wissen also, wie sich der Erfolg in der Aufstiegsrelegation anfühlt. Machs nochmal, FC Nöttingen, lautet die Parole in den nächsten Tagen. Als Zweiter der Oberliga Baden-Württemberg spielt Nöttingen am kommenden Donnerstag (14.00 Uhr) zunächst zu Hause gegen Rot-Weiß Frankfurt, den Zweiten der Hessenliga.

„Eine sehr offensiv ausgerichtete Mannschaft. Sie versuchen, früh zu pressen und damit den Gegner zu Fehlern zu zwingen“, weiß Trainer Gerd Dais. Top-Torjäger ist Varol Akgoetz mit 23 Treffern. Cem Kara hat auch schon 19-mal getroffen. Es könnte heikel werden für Nöttingens wacklige Abwehr. „Unser Problem ist die Defensive, das zeigt auch das Torverhältnis“, sagt Dais. Das letzte Saisonspiel, die 2:4-Heimniederlage gegen den FSV Hollenbach, untermauerte noch einmal diese Einschätzung.

Rot-Weiß Frankfurt, erst 2015 wieder in die Hessenliga aufgestiegen, hatte seine Blütezeit Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre. Für kurze Zeit trainierte Dragoslav „Stepi“ Stepanovic die Mannschaft vom Brentanobad. Ebenso kurz spielte Jürgen Klopp für Rot-Weiß, ehe er 1990 nach Mainz wechselte.

Prominent besetzt ist auch Nöttingens zweiter Gegner im Aufstiegsrennen. Der SC Hauenstein wird von Weltmeister Jürgen Kohler trainiert. Der hört allerdings zum Saisonende auf und wechselt in die Mittelrheinliga zum VfL Alfter. Sein Nachfolger ist Thomas Fichtner (44) vom FC Arminia Ludwigshafen. Torjäger bei den Pfälzern ist übrigens Alexander Zimmermann, in der Region auch bekannt als ehemaliger Spieler von 1. FC Pforzheim, SV Spielberg und ASV Durlach.

Während der FC Nöttingen, Rot-Weiß Frankfurt und der SC Hauenstein den vierten Aufsteiger in die Regionalliga Südwest unter sich ausmachen, ist noch offen, wie viele Mannschaften aus der Regionalliga absteigen. Sicher ist bisher, dass SC Freiburg II, SV Spielberg, Spvgg Neckarelz und Saar 05 Saarbrücken eine Etage tiefer müssen. Der Fünftletzte Bahlinger SC bleibt nur drin, wenn sowohl der SV Waldhof als auch der SV Elversberg den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Verpasst nur ein Play-off-Teilnehmer aus dem Südwesten den Sprung in Liga drei, steigt der BSC in die Oberliga ab. In den Play-offs um den Aufstieg in die 3. Liga geht es für Elversberg am 25. und 29. Mai gegen den FSV Zwickau. Meister Mannheim bekommt es am 25. und 29. Mai mit West-Titelträger Sportfreunde Lotte zu tun.