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10.04.2013

"Reus, quer, Linie, Tooor": Dortmunder Torwunder zum Nachhören

Dortmund. Schon der Schlusspfiff ging im tosenden Lärm des Stadions unter. Und auch Minuten nach dem Spiel für die Ewigkeit wollte niemand nach Hause. Das denkwürdige 3:2 (1:1) gegen den FC Málaga versetzte Profis und Fans von Borussia Dortmund in einen Rauschzustand - und auch Radio-Kommentatoren. Hier gibt es die letzten vier Minuten zum Nachhören.

Bildergalerie: Borussia Dortmund bezwingt FC Málaga 3:2

Schon jetzt hat diese Schlussphase, auf 90elf.de von Andreas Mann kommentiert, das Zeug zum Klassiker: "Reus, Tor. Reus, Tor. Reus, Tor", brüllt er ins Mikro, als das 2:2 fällt. "Ball rein in die Mitte. Schieber. Reus, quer, Linie, Tor, Tor, Tor, Tor, Toooor", brüllt er nach dem 3:2. Spätestens da fühlt man sich an Herbert Zimmermanns Reportage vom WM-Finale 1954 erinnert. Und beim "Ich flipp aus, ich kann nicht mehr" schwelgen KSC-Fans sicherlich in Erinnerung an Jörg Dahlmann, der ähnlich emotional 1993 den 7:0-Sieg der Karlsruher gegen Valencia kommentierte. Hier geht es zu der verrückten Schlussphase!

 

"Der liebe Gott war heute auf unserer Seite», kommentierte Mittelfeldspieler Nuri Sahin das Fußball-Wunder von Dortmund. Mit einer unglaublichen Aufholjagd und zwei Toren in der Nachspielzeit von Marco Reus (90.+1) und Felipe Santana (90.+3) riss der BVB ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer. Die Aufregung stand Sportmanager Michael Zorc noch lange nach der Partie ins Gesicht geschrieben. "Dieses Spiel wird in der Vereinshistorie einen festen Platz einnehmen. Es gibt nicht viel Vergleichbares."

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Die Dramaturgie erinnerte an das unvergessene Champions-League-Finale von 1999 in Barcelona, als Manchester United dem FC Bayern beim 2:1 den Titel mit zwei Toren in den Schlussminuten noch entriss. Mit glänzenden Augen ließ Jürgen Klopp das Spektakel gegen Málaga Revue passieren. "Die größten Spiele in der Geschichte des Fußball sind nicht in Erinnerung geblieben, weil der eine Gegner so total unterlegen war, sondern weil es eng war und es am Ende eine Wendung gab, die man nicht mehr für möglich gehalten hätte. Deshalb werde ich dieses Spiel nie vergessen", schwärmte der BVB-Trainer und fügte grinsend an: "Hätten wir in der 75. Minute 3:0 geführt, hätte ich es vergessen."