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Der Ispringer Leistungsträger Radoslaw Baran aus Polen (links in rot) hat im DM-Halbfinale seinen Aalener Gegner Erik Thiele im Griff und gewinnt mit 7:1 Mattenpunkten. Foto: Ripberger
Der Ispringer Leistungsträger Radoslaw Baran aus Polen (links in rot) hat im DM-Halbfinale seinen Aalener Gegner Erik Thiele im Griff und gewinnt mit 7:1 Mattenpunkten. Foto: Ripberger
Ispringens Konstantin Schneider (in rot) sorgt gegen Damian Hartmann für den entscheidenden Punkt zum Remis.  Foto: Ripberger
Ispringens Konstantin Schneider (in rot) sorgt gegen Damian Hartmann für den entscheidenden Punkt zum Remis. Foto: Ripberger
26.12.2016

Ringen-DM Halbfinale: KSV Ispringen rettet das Unentschieden

Ispringen. Wie prophezeit, war der erste Halbfinal-Kampf zur deutschen Ringer- Meisterschaft zwischen dem KSV Ispringen und dem KSV Aalen eine knappe Angelegenheit. Am Montagabend trennten sich die Bundesliga-Rivalen vor rund 600 Zuschauern in der Pforzheimer Jahnhalle mit 11:11. „Ein knapper Sieg wäre mir vor dem Rückkampf am Freitag in Aalen zwar lieber gewesen. Aber so wie die Sache gelaufen ist, müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein“, meinte der Ispringer Vereinschef Werner Koch vor allem im Hinblick darauf, dass seine Ringer gegen den Titelfavoriten von der Ostalb lange einem Rückstand hinterhergelaufen waren.

Erst im zehnten und letzten Gefecht sorgte der Ispringer Routinier Konstantin Schneider (75 Kilo/Griechisch-Römisch) mit einem knappen 1:0-Sieg über den Aalener Damian Hartmann für das erlösende 11:11. Etwas verpokert hatten sich die Ispringer Verantwortlichen freilich bei der Aufstellung in den niedrigen Gewichtsklassen. Hier gaben Frunze Harutyunyan (61 Kilo/Griechisch-Römisch) und Kevin Henkel (66 Kilo/Freistil) zusammen satte sieben Punkte ab. Harutyunyan war das Abtrainieren von acht Kilo Gewicht beim Duell gegen den Aalener Bekkhan Mankiev besonders in der zweiten Kampfhälfte anzumerken. Körperlich ausgepumpt, gab der Schwede drei Zähler ab (0:8 Mattenpunkte).

Im Fall von Kevin Henkel kam es noch schlimmer. Vom bärenstarken Türken Selahattin Kilicsallayan musste sich der deutsche Meister sogar die technische Überlegenheit (0:4) aufzwingen lassen. Außerdem gaben Marcel Ewald in der Freistilklasse bis 57 Kilo und Michael Kaufmehl in der 86er-Klasse jeweils zwei Punkte ab.

Doch davon ließ sich das Ispringer Team, das zur Pause mit 3:9 zurück lag, nicht ins Bockshorn jagen. Denn gerade die „schweren Jungs“ zeigten sich gegen Aalen von ihrer besten Seite. So beherrschte der Pole Radoslaw Baran seinen Aalener Widersacher Erik Thiele fast nach Belieben und holte mit 7:1-Mattenpunkten zwei wichtige Zähler. Auch die beiden Griechisch-Römisch-Spezialisten Zakarias Berg (86 Kilo) und Johan Euren (130 Kilo) glänzten mit Punktsiegen, genauso wie Muhammed Yasin Yeter (66 Kilo/Greco), der seinen Rivalen Deniz Menekse Dank der zuletzt erzielten Wertung knapp mit 1:0 bezwang.

Auf der Zielgeraden hatte der Ispringer Topringer Kakhaber Khubezthy (75 Kilo/Freistil) schließlich keinerlei Mühe, den jungen Aalener Hassan Omeirate schon nach wenigen Sekunden mit einer Kopfklammer zu schultern. Dadurch stand es 10:11 vor dem finalen Kampf, in dem Kon- stantin Schneider noch das Remis für die Ispringer rettete.

„Am Ende ist unsere Rechnung wenigstens einigermaßen aufgegangen“, bilanzierte der Ispringer Trainer Bernd Reichenbach sichtlich erleichtert und betonte: „Wir haben uns die Chancen offen gehalten. Am Freitag in Aalen geht es wieder von null los.“