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Im Finale um die deutsche Meisterschaft stehen sich wieder der SV Germania Weingarten (links Vladimir Egorov) und der KSV Ispringen (rechts Ivan Guidea) gegenüber. Wo der Rückkampf stattfindet, ist noch offen. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Im Finale um die deutsche Meisterschaft stehen sich wieder der SV Germania Weingarten (links Vladimir Egorov) und der KSV Ispringen (rechts Ivan Guidea) gegenüber. Wo der Rückkampf stattfindet, ist noch offen. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
02.01.2017

Ringer des KSV Ispringen auf Quartiersuche fürs DM-Finale

Ispringen. Der Finaleinzug ist geschafft. Nur zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga ringt der KSV Ispringen um den Meistertitel. Nach dem Coup im Halbfinale gegen den KSV Aalen machen die Ringer aus Ispringen und der badische Rivale SV Germania Weingarten den Titel unter sich aus. Dass der Hinkampf am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Walzbachtalhalle in Weingarten stattfindet, steht schon fest. Offen sind hingegen noch der genaue Ort und der genaue Zeitpunkt des Rückkampfes eine Woche später.

Der KSV Ispringen will Sportlern und Zuschauern bei seinem ersten Finalauftritt vor heimischem Publikum das passende Ambiente bieten. Die Ringerhalle in Ispringen ist für diesen Rahmen zu klein. Die Jahnhalle Pforzheim, in die der KSV schon mehrfach ausgewichen war, ist deutlich größer, lässt aber im Umkleidebereich den Komfort und für das ganze Drumherum die passenden Räumlichkeiten vermissen.

Deshalb versucht der KSV-Vorsitzende Werner Koch derzeit, die Bertha-Benz-Halle in Pforzheim als Austragungsort zu organisieren. Der Samstag, 14. Januar, scheidet aber aus. An diesem Tag bestreiten dort die Handballer der TGS Pforzheim das Spitzenspiel der 3. Liga gegen die SG Nußloch. Auch am Sonntag, 15. Januar, ist die Bertha-Benz-Halle eigentlich mit Handball (Jugendspiele der SG Pforzheim/Eutingen) belegt. Doch Koch hofft, dass der Kampf auf Sonntag und die Jugendhandballspiele in eine andere Halle verlegt werden können. „Ich bin ständig am Telefonieren. Die Bertha-Benz-Halle wäre eine tolle Lösung“, sagt der KSV-Vorsitzende.

Viele Anfragen nach Karten

Werner Koch ist auch überzeugt, dass sich die 2000 Zuschauer fassende Halle im Herzen der Stadt füllen lässt. „Ich bekomme von überall Anfragen nach Karten“, sagt er. Zum Finalkampf würden die Ringerfans auch aus weiter Entfernung anreisen. Die Anhänger aus Weingarten kommen sowieso. Das Finale ist zugleich ein Derby. Von der Gemeinde im Landkreis Karlsruhe nach Pforzheim ist es ja nur ein Katzensprung.

Klappt es mit der Bertha-Benz-Halle nicht, würde man wohl noch einmal in die Jahnhalle gehen. Mit der Idee, auch den Rückkampf in der Walzbachtalhalle in Weingarten auszutragen, kann man sich beim KSV nicht wirklich anfreunden. „Wir wollen schließlich nicht zweimal in der Höhle des Löwen antreten“, sagt Koch.

Ein drittes Finale auf neutraler Matte in Aschaffenburg – ursprünglich vom Deutschen Ringer-Bund gegen den Willen der Vereine durchgesetzt – ist mittlerweile vom DRB wieder abgesagt. Das gilt wohl auch für die umstrittene Wertung, die der DRB für die Finalkämpfe durchsetzen wollte – danach hätte es für jeden Sieg nur einen Punkt gegeben, unabhängig von der Höhe des Erfolges im einzelnen Duell auf der Matte. „Mein letzter Stand ist, dass der DRB akzeptiert, dass das Finale nach der alten Wertung ausgetragen wird“, sagt Markus Scheu vom ASV Nendingen, Geschäftsführer der Deutschen Ringer-Liga, die kommende Saison einen eigenständigen Wettkampfbetrieb organisieren will – unabhängig vom Ringer-Bund.