nach oben
Die SVB-Verantwortlichen und das Team; oben von links: Hans Staib (3. Vorstand), Alexander Westermann (Technischer Leiter), Artur Heimann, Stefanos Zosimidis, Reinhard Ehrmann (2. Vorstand), Holger Stuible (Vereinsvorstand); untere Reihe von links: Jens Westermann, Trainer Sebastian Salemi, Bijan Faghani, Anatoly Frisorger. Foto: Hepfer
Die SVB-Verantwortlichen und das Team; oben von links: Hans Staib (3. Vorstand), Alexander Westermann (Technischer Leiter), Artur Heimann, Stefanos Zosimidis, Reinhard Ehrmann (2. Vorstand), Holger Stuible (Vereinsvorstand); untere Reihe von links: Jens Westermann, Trainer Sebastian Salemi, Bijan Faghani, Anatoly Frisorger. Foto: Hepfer
04.09.2015

Ringer des SV Brötzingen treten nach einjähriger Auszeit wieder an

Pforzheim. Um ein Haar wäre der SV 98 Brötzingen von der Landkarte verschwunden. Im Juni 2014 drohte dem traditionsreichen Ringerverein das Aus, weil der gesamte Vorstand zurückgetreten war. Mittlerweile hat sich die Lage beim einstigen Bundesligisten aber wieder beruhigt.

Durch Unterstützung des Ispringer Vereinschefs Werner Koch fand sich eine neue Führungscrew um den Vorsitzenden Holger Stuible zusammen, der beim SV 98 schon einmal das Sagen hatte. Und nach einem Jahr sportlicher Auszeit haben die Brötzinger nun auch wieder eine Mannschaft ganz unten in der Landesliga gemeldet. Die neue Runde startet am Samstag mit einem Heimkampf gegen Titelfavorit ASV Bruchsal (20 Uhr).

„Wir sind auf einem guten Weg, weil der Zusammenhalt im Verein wieder da ist“, glaubt Holger Stuible. Schon auf der Mitgliederversammlung Ende März (PZ berichtete) hatte der Brötzinger Vereinschef erfreuliche Finanz- und Mitgliederzahlen auf den Tisch gelegt. Jetzt soll der nächste Schritt auf der Ringer-Matte folgen.

Als Trainer für die neuformierte Mannschaft konnte mit Sebastian Salemi ein alter Bekannter gewonnen werden. Salemi hat das Ringer-ABC an der Wildbader Straße gelernt und will dazu beitragen, dass sein Heimatverein auch sportlich wieder auf die Beine kommt. „Wir haben erfahrene und junge Ringer im Team, aber auch Anfänger, die integriert werden müssen“, sagt der 36-Jährige. Es gehe vorerst nicht um den schnellstmöglichen Aufstieg, „sondern einfach nur darum, wieder eine solide Basis für das Ringen in Brötzingen zu schaffen.“ Dafür hat der Verein mit Bijan Faghani und Artur Kulak zwei Routiniers zurückgeholt.

Am schwersten wiegt aber wohl der Abgang des erfahrenen Freistil-Ringers Andreas Kirchgessner, der künftig für das Ispringer Verbandsliga-Team antreten wird.

Mit dem Rumänen Gheorgita Enea, der schon EM-Dritter bei den Junioren war, haben die „98er“ aber auch einen guten Fang gemacht. Zum Saisonauftakt am heutigen Samstag in der Halle an der Wildbader Straße sehen sich die Gastgeber derweil als Außenseiter. „Bruchsal ist der klare Favorit. Wichtig wäre für uns nur, mit den verfügbaren Mitteln das maximal mögliche Ergebnis herauszuholen“, gibt Salemi die Marschroute vor. Dass die Brötzinger im Schatten von Bundesliga-Aufsteiger KSV Ispringen stehen, ist allen Verantwortlichen bewusst. „Wir freuen uns über die Entwicklung dort, legen aber Wert darauf, dass wir ein eigenständiger Verein sind und bleiben“, betont Holger Stuible und tritt damit Mutmaßungen entgegen, der SV 98 würde finanzielle Unterstützung aus Ispringen erhalten. „Das ist definitiv nicht der Fall“, sagt der Brötzinger Vereinschef.

Mannschaftsliste SV 98 Brötzingen: 52 Kilo: Lars Westermann, 57 Kilo: Sercan Nuh, 61 Kilo: Bijan Faghani, Jens Westermann, Roman Castel, 66 Kilo: Anatoly Frisorger, Ramon Craciun, 75 Kilo: Christian Orru, Richard Wegner, Khamo Sezar, Sebastian Salemi, 86 Kilo: Artur Kulak, Stefanos Zosimidis, 98 Kilo: Gheorgita Enea, Artur Heimann, Alexander Westermann, 130 Kilo: Artur Heimann, Alexander Westermann.