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Auf die leichte Schulter werden die Brötzinger Ringer mit Boris Sava (links) in der Verbandsliga gewiss keinen Gegner nehmen können. Foto: PZ-Archiv/Becker
Auf die leichte Schulter werden die Brötzinger Ringer mit Boris Sava (links) in der Verbandsliga gewiss keinen Gegner nehmen können. Foto: PZ-Archiv/Becker
25.01.2018

Ringer vom SV 98 Brötzingen rüsten sich für die Verbandsliga

Pforzheim. Neues Jahr, neue Ziele: Die Ringer des SV 98 Brötzingen können sich auf eine Saison in der Verbandsliga vorbereiten. Der Landesliga-Vizemeister hat den Sprung nach oben am Ende auch ohne zusätzlichen Entscheidungskampf geschafft, weil dort ein zusätzlicher Platz frei war.

Nichtsdestotrotz sieht man im Westen der Stadt den Aufstieg als verdient an. Schließlich hatte die Mannschaft den Landesliga-Titel nur verpasst, weil man bei der Fahrt zum Kampf in Östringen im Stau steckengeblieben war und so unglücklich zwei fest einkalkulierte Punkte abgeben musste.

Beim SV 98 freut sich Trainer Sebastian Salemi auf die neue Herausforderung, die ab September auf seine Griffkünstler wartet. Der Vorsitzende Holger Stuible ist optimistisch, dass sein Verein den jüngsten Aufwärtstrend auch 2018 eine Klasse höher bestätigen kann. Das Gerüst der Mannschaft sollen – wie bisher – Boris Sava, der Rumäne Roman Cracuin sowie die Reich-Cousins, die beide auf den Vornamen Eduard hören, bilden. Verstärkt werden soll die Riege vor allem in den höheren Gewichtsklassen – da fühlen sich die Brötzinger bislang nicht ausreichend besetzt. Aber auch aus dem eigenen Nachwuchs sollen junge Griffkünstler der Verbandsligamannschaft zugeführt werden.

An diesem Punkt setzen die Bedenken des Sportlichen Leiters Alexander Westermann an, der fürchtet, den guten Nachwuchs von Vereinen weggekauft zu bekommen, die selbst keine Nachwuchsarbeit betreiben.

Westermann warnt aber auch davor, die Herausforderung Verbandsliga zu unterschätzen. Die Gewichtsklassen sind etwas anders als in der Landesliga, das Niveau sei höher. „Wir haben sicherlich viele Athleten, die in der höheren Liga mithalten können“, sagt Westermann, sieht aber bei einigen Gewichtsklassen auch noch große Fragezeichen. Damit dürfte er wie Holger Stuible vor allem die schweren Klassen meinen.

Ein Lokalderby wird es für die Brötzinger in der Verbandsliga aber nicht geben. Der KSV Ispringen, 2017 noch in dieser Klasse aktiv, hat zum Jahreswechsel ebenfalls den Aufstieg geschafft und tritt nun in der Oberliga an.