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Immer am Limit: Trainer Bernd Reichenbach vom KSV Ispringen. Foto: Ripberger
Immer am Limit: Trainer Bernd Reichenbach vom KSV Ispringen. Foto: Ripberger
10.01.2017

Ringer vor dem Finale: „Wir werden feiern – egal, wie es ausgeht“

Am Samstag zählt’s! Die Ispringer Ringer können zum ersten Mal deutscher Meister werden und damit Geschichte schreiben. Dafür muss der Kraftsportverein aber die 9:13-Niederlage aus dem Hinkampf gegen den SV Weingarten wettmachen. „Das ist schwer, aber nicht unlösbar“, sagt Trainer Bernd Reichenbach, der dem Duell in einer wohl ausverkauften Bertha-Benz-Halle (Wettkampfbeginn 19.30 Uhr) entgegenfiebert.

PZ: Herr Reichenbach, kribbelt’s schon?

Bernd Reichenbach: Und wie! Ich bin bereit für den finalen Kampf und kann’s kaum erwarten. Schließlich stehe ich als Trainer auch vor dem bisher größten Erfolg meiner Karriere.

PZ: Wie sieht die Vorbereitung in dieser Woche aus?

Wir bereiten uns wie immer vor. Fast alle Ringer sind da. Wichtig ist, keinen Druck auf die Athleten aufzubauen. Für sie ist es nicht leicht. Eventuell müssen sie noch Gewicht machen und dürfen zwei Tage lang nichts essen – das geht schon gewaltig ans Nervenkostüm. Doch das sind alles etablierte Sportler, die genau wissen, wie sie mit der Situation umgehen müssen.

PZ: Wie groß ist der Druck für Sie?

Die vergangenen Wochen war schon sehr kräftezehrend. Mental ist man immer am Limit. Über Weihnachten und Silvester hatten wir wegen der Halbfinalkämpfe quasi nicht frei. Der Druck ist auch jetzt vor dem letzten Duell da. Doch ich freue mich riesig auf das Finale. Ich werde es genießen. Die ganze Mannschaft wird es genießen. Und auch Pforzheim oder Ispringen kann es genießen, schließlich ist es eine Sensation, dass wir im Finale stehen. Wir freuen uns auf die Herausforderung vor vollem Haus in der in der tollen Bertha-Benz-Halle mit 2000 Zuschauern.

PZ: Gegen Weingarten gilt es einen Vier-Punkte-Rückstand wettzumachen. Wie schwer wird das? Haben Sie schon einen Matchplan?

Es wird sehr schwer, aber es wartet keine unlösbare Aufgabe auf uns. Ich denke, Weingarten steht mehr unter Druck, da sie in den vergangenen vier Jahren jeweils nur Zweiter wurden. Wir gehen befreiter ins Finale, sind voll konzentriert. Meinen Matchplan werde ich aber natürlich nicht verraten.

PZ: Wird Konstantin Schneider, der sich im Hinkampf die Schulter auskugelte, aber trotzdem weiterkämpfte, am Samstag auf der Matte stehen?

Wir werden sehen. Konstantin geht es soweit gut. Wir werden in Bestbesetzung antreten.

PZ: Kämpfen können Ihre Jungs ja, können Sie auch feiern?

(lacht) Und wie die feiern können! Die lassen es schon mal kräftig krachen. Eines ist klar: Egal, wie der Kampf am Samstag ausgeht, wir werden feiern. Das haben wir uns verdient – nach dieser anstrengenden Saison.

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