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KSC-Trainer Alois Schwartz hat bei der Aufstellung gegen Darmstadt einiges zu beachten.  Foto: dpa-archiv 

Robust und zweikampfstark: Karlsruher SC muss zum SV Darmstadt

Karlsruhe. Ein Sieg und zwei Unentschieden – drei Spiele ohne Niederlage haben das Selbstvertrauen des Zweitliganeulings Karlsruher SC offensichtlich so gestärkt, dass Alois Schwartz und seine Schützlinge am Freitagabend (18.30 Uhr) beim SV Darmstadt 98 „ein Ausrufezeichen setzen und gewinnen“ wollen.

Die Gelegenheit sieht, zumindest auf den ersten Blick, günstig aus. Die gastgebenden Lilien rangieren aktuell mit nur sieben Punkten auf Relegationsplatz 16. „Das könnten auch ein paar mehr sein“, warnt jedoch Schwartz. „Da kommt ein dicker Brocken auf uns zu.“ Und der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer sagt über die Hausherren: „Die sind zumindest einen Tick besser, als das momentan in der Tabelle aussieht.“

Außerdem stellte man beim genaueren Hinschauen fest, dass die Hessen zuhause noch ungeschlagen sind. „Vor allem an einem Freitagabend, unter Flutlicht“, weiß KSC-Kapitän David Pisot, „ist es am Böllenfalltor unheimlich schwer, in die Punkte zu kommen. Aber wir fühlen uns in der Lage, dort zu gewinnen.“

Der KSC muss weiterhin auf seinen etatmäßigen Linksverteidiger Damian Roßbach verzichten, der nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk „vielleicht zu früh wieder angefangen und einen Rückschlag erlitten hat“, so Schwartz. Deshalb wird an Roßbachs Stelle erneut Dirk Carlson in der Karlsruher Startelf auflaufen. In der könnte auch Lukas Fröde fehlen. „Er musste sich übergeben“, erklärte Schwartz am Mittwoch. „Vielleicht hat er nur etwas Falsches oder Schlechtes gegessen, dann kann er vielleicht doch spielen. Wenn es ein Virus ist, fällt er sicher aus.“

Die personellen Alternativen in der zuletzt praktizierten 4-1-4-1-Grundordnung sind Alexander Groiß (Schwartz: „Seine Formkurve zeigt nach oben“) und Christoph Kobald. Immer eine seiner Überlegungen sei jedoch auch, auf das bewährte 4-4-2-System zurückzugreifen. „Wir haben also mehrere Möglichkeiten.“

Auch die Gastgeber spielen natürlich bei der Karlsruher Systemwahl eine Rolle. „Darmstadt spielt ähnlich wie wir einen einfachen Fußball und kommt über die Zweikämpfe und die Mentalität“, sagt Philipp Hofmann.

Primär wird es also auch am Freitagabend wieder auf die Lauf-, Einsatz- und Kampfbereitschaft ankommen, auf den Teamgeist und darauf, „Eigenfehler zu vermeiden“, sagt Oliver Kreuzer. Für ihn ist das „ein 50:50-Spiel“, in dem die Tagesform, das Match- und/oder Schiriglück über den Ausgang entscheiden können.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung in Darmstadt: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Carlson – Grozurek, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Hofmann, Pourié.