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Gut gerüstet für die neue Saison fühlt sich der PSC Pforzheim mit Benedikt Hinz, Maike Austen, Spielertrainer Sebahattin Basköy und Eugen Schmidt (hinten von links) sowie Jürgen Gessler, Artan Tamer, Daniel Burghart, Björn Hoffmann und Christian Humpert (vorne von links). privat
Gut gerüstet für die neue Saison fühlt sich der PSC Pforzheim mit Benedikt Hinz, Maike Austen, Spielertrainer Sebahattin Basköy und Eugen Schmidt (hinten von links) sowie Jürgen Gessler, Artan Tamer, Daniel Burghart, Björn Hoffmann und Christian Humpert (vorne von links). privat
09.10.2015

Rollstuhlbasketballer aus Pforzheim starten nächste Woche in die neue Saison

Aus dem Feiern kam der Para Sport Club Pforzheim in diesem Jahr (fast) nicht mehr heraus: Erst wurde dank eines 72:51 im entscheidenden Spiel gegen Donauwörth der Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse im Rollstuhlbasketball bejubelt, dann folgten die Feierlichkeiten rund um den 50. Geburtstag des Vereins.

Doch am Sonntag, 18. Oktober, kehrt auch in diesem Ausnahmejahr der Alltag zurück: Dann startet der PSC vor heimischem Publikum in die Saison der Regionalliga Süd.

Noch nie haben die Rollstuhlbasketballer aus der Goldstadt so weit oben gespielt. Das hindert sie nicht daran, selbstbewusst in die Saison zu gehen, wie der Vorsitzende Wolfgang Kusterer und Spielertrainer Sebahattin Basköy berichten. Nach zwei zweiten Plätzen bei den Turnieren in den vergangenen Wochen fühle man sich optimal vorbereitet.

„Zudem haben wir im Vergleich zur Vorsaison keine Abgänge, aber zwei Zugänge zu vermelden“, sagt Kusterer: Center-Spieler Benedikt Hinz kommt aus Hannover in die Goldstadt, wo er Eugen Schmidt – den bisherigen Topscorer der Mannschaft – entlasten soll. Mit Artan Tamer aus München wechselte zudem nicht nur ein Aufbau- und Flügelspieler, sondern auch ein ehemaliger Nationalspieler zum PSC. „Er ist taktisch versiert und hat ein brillantes Spielverständnis“, lobt Basköy. Zudem solle Jugendspieler Luca Holstein ebenfalls Regionalligaluft schnuppern. Er bleibe aber Stammspieler der zweiten Mannschaft in der Landesliga.

Ob das Saisonziel – zum einen: oberes Mittelfeld; zum anderen: die beiden Favoriten aus München und Amberg zu überraschen – erreicht werden kann, wird sich bereits am Sonntag der kommenden Woche abzeichnen: Um 10 Uhr trifft der PSC Pforzheim dann in der Ludwig-Erhard-Sporthalle am Schoferweg auf den USC München II, um 14 Uhr heißt der Gegner RSV Bayreuth. „Somit haben wir gleich zwei starke Gegner zu erwarten“, sagt Kusterer. Schon da könnte es sich bezahlt machen, dass der Kader mit elf Spielern auch quantitativ gut besetzt ist. „Wir können somit zum ersten Mal jede Position doppelt besetzen“, freut sich Spielertrainer Basköy. Ähnlich wie beim Basketball der Fußgänger haben die Rollstuhlbasketballer das Ziel, möglichst oft in den Korb zu treffen. Viermal zehn Minuten lang wird dabei fünf gegen fünf gespielt. Wie rasant – und manchmal auch scheppernd – es dabei zugehen kann, sahen mehrere Hundert Pforzheimer bereits im Sommer: Am Jubiläumswochenende eröffneten die Rollstuhlbasketballer zunächst mit einem Jugendturnier die Bertha-Benz-Halle. Abends folgte ein heiß umkämpftes Freundschafts-Länderspiel zwischen der deutschen U-22- und der österreichischen A-Nationalmannschaft – welches Deutschland mit 53:51 gewann.