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Drei Treffer in sechs Minuten: Birkenfelds Roman Hajeck. Ripberger 
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Drei Treffer in sechs Minuten: Birkenfelds Roman Hajeck. Ripberger 

Roman Hajeck schießt sich Frust mit Hattrick von der Seele – FC Ersingen freut sich über „Außergewöhnliches“

Pforzheim. Die Fußball-Landesliga macht in dieser Saison so richtig Spaß – erst recht, wenn Teams aus dem Kreis Pforzheim noch vorne mitmischen. Das ist der Fall. Der 1. FC Birkenfeld hat mit fünf Siegen und zwei Remis einen super Start hingelegt und grüßt mit 17 Punkten von der Spitze. Nur drei Punkte weniger hat der 1. FC Ersingen geholt und ist Tabellenzweiter.

„Die Landesliga macht Bock“, sagt Birkenfelds Trainer Bruno Martins. Er freut sich besonders, nachdem die vergangene Runde mit Platz zehn doch eher ernüchternd ausfiel. Was ist nun der Grund für den Höhenflug? „Die Breite des Kaders“, meint Martins. „Wir können von der Auswechselbank nochmal richtig nachlegen.“

So wie beim jüngsten 5:1-Sieg gegen den 1. FC Ispringen. Roman Hajeck – eigentlich Stammspieler im Sturm – wurde in der 70. Minute eingewechselt und markierte innerhalb von nur sechs Minuten einen Hattrick (73., 75., 78.). „Ich denke mal, er hat sich den Frust von der Seele geschossen, weil er nicht von Beginn an ran durfte“, so Bruno Martins, der erstmals auf seinen Angreifer verzichtete. „Es war eine Entscheidung für das eine Spiel“, erklärt der Coach und fügt schmunzelnd hinzu: „Eigentlich hat er sich ja nun als Joker empfohlen.“ Mal sehen, wie sich Martins für das kommende Spiel in Ettlingenweier entscheidet. Was die Punkte betrifft, sollen es dann wieder drei sein, um die Tabellenführung zu verteidigen. „Platz eins ist eine schöne Momentaufnahme“, sagt Martins, „wir sind aber auch erst am Anfang der Saison.“

So sieht es auch Stefan Rapp, der mit Ersingen Zweiter ist. „Damit haben wir vor der Runde nicht gerechnet. Das ist schon außergewöhnlich für uns“, so der Coach der Kirchberg-Elf. Auch er begründet den aktuellen Lauf seiner Mannschaft mit der „guten Breite des Kaders“. Rapp weiter: „Wir wollten mit einem guten Start gleich in ruhigeres Fahrwasser gelangen.“ Das ist den Ersingern gelungen.

Beeindruckend waren vor allem die Ergebnisse in den drei Derbys gegen Birkenfeld (0:0), Grunbach (6:1) und Bilfingen (4:0). „Die drei Spiele mit den entsprechenden Ergebnissen waren natürlich eine tolle Sache für uns – besonders auch vor der großen Kulisse“, so Rapp. Gegen Bilfingen waren es 750 Zuschauer, sonst rund 300. „Die Derbys haben einen besonderen Reiz“, sagen Rapp und Martins unisono. Da bräuchte man die Spieler nicht zusätzlich motivieren.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

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