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Obwohl Torhüter Daniel Sdunek eine Verstärkung war, erreichte die TGS Pforzheim ihr Ziel in der 3. Liga nicht ganz (beim Wurf Kai Zimmermann aus Haßloch).  Gössele (2)/Hennrich/PZ-Archiv
Obwohl Torhüter Daniel Sdunek eine Verstärkung war, erreichte die TGS Pforzheim ihr Ziel in der 3. Liga nicht ganz (beim Wurf Kai Zimmermann aus Haßloch). Gössele (2)/Hennrich/PZ-Archiv
Trotz der zwei Niederlagen gegen Bretten mit Sören Albat und Michael Zeller stieg die SG Pforzheim/Eutingen mit Georg Kern (von links) in die 3. Liga auf.
Trotz der zwei Niederlagen gegen Bretten mit Sören Albat und Michael Zeller stieg die SG Pforzheim/Eutingen mit Georg Kern (von links) in die 3. Liga auf.
Verletzungsbedingt fehlte Nastja Antonewitch der HSG zum Saisonende.
Verletzungsbedingt fehlte Nastja Antonewitch der HSG zum Saisonende.
17.05.2016

Rückblick auf die Handball-Saison im Pforheimer Handballkreis: Nur einige Wünsche werden wahr

Mit nunmehr drei Drittligisten steht der Handballkreis Pforzheim nach Ende der Saison 2015/2016 so gut wie noch nie da. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, vor allem auf Kreisebene gibt es nicht zu übersehende Probleme.

In der 3. Liga hat die TGS Pforzheim das Ziel Rang sechs und die damit verbundene Qualifikation für den DHB-Pokal verfehlt. Immerhin reichte es zu Platz acht statt wie 2014/15 zu Platz neun. Auswärts holten die Wartberger 18:12 Punkte, doch ihre Heimbilanz war schwach. Der neue Torhüter Daniel Sdunek hielt stark. Von den jungen Kroaten Davor Sruk und Filip Prsa darf man genau wie von den Eigengewächsen eine weitere Steigerung erwarten.

Die SG Pforzheim/Eutingen hat dank eminenter Willenskraft und mit viel Charakter das Ziel, den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Da beim bisherigen Oberligisten ständig Eckpfeiler ausfielen – beispielsweise Manuel Mönch und Nikolai Gerstner – ist dieser Erfolg ganz besonders bemerkenswert. Mit Nachwuchsspielern wie Sandro Münch, Max Lupus, Arne Ruf und Julian Broschwitz wurde die Philosophie des Jugendstils erfolgreich fortgesetzt. Für den TV Bretten war die Aufstiegs- zugleich die Abstiegssaison. Die beiden Siege gegen Pforzheim/Eutingen waren freilich Höhepunkte. Nachdem sich das Gros der Mannschaft und Trainer Sandro Catak verabschiedet haben, ist die Herausforderung nun, sich in der Badenliga neu aufzustellen.

Bei den Frauen gab es bei Drittligist HSG Pforzheim zu Beginn des Jahres mit der Demission von Trainer Mathias Cullmann und so erfahrener Funktionäre wie Klaus Händler und Gabi Kubik mächtig Wirbel. Hinzu kam dann eine schwere Verletzung der an den Turbulenzen nicht unbeteiligten Torschützenkönigin Nastja Antonewitch. Unter Interimstrainer Carsten Schmidmeister hat man sich zusammengerauft, und den Verbleib in der Liga gesichert. Als neuer Trainer kommt nun Zoran Stavreski, der ein neues schlagkräftiges Team formen soll.

In der Badenliga hat Pforzheim/Eutingen II mit Platz sechs die Erwartungen erfüllt, dagegen muss der HC Neuenbürg diesmal absteigen. Die Verpflichtung von Marco Langjahr, um den Trainer Roni Mesic mit Neuzugängen wie Georg Kern (Pforzheim/Eutingen) sowie Florian Eitel und Kevin Langjahr (beide Bretten) in der Verbandsliga eine neue Mannschaft aufbauen will, kam wohl zu spät. Apropos Verbandsliga, die zwischen der Badenliga und den Landesligen neu gebildete Spielklasse bleibt umstritten, erweist sich für Neuenbürg aber nunmehr als Auffangbecken. Im Qualifikationsrennen durchgesetzt hat sich der TV Ispringen, obwohl das Team wieder viel Verletzungspech hatte. Die TGS II rückt nach, falls Amicitia Viernheim über die Relegation in die Oberliga gelangt.

Erfreulich, dass es in der Landesliga keine Absteiger aus dem Handballkreis Pforzheim gab. An der HSG Pforzheim ging der Kelch noch vorbei. Mit dem TV Calmbach und Neuenbürg II wird der Kreis der Pforzheimer Teams in der Landesliga in jedem Fall größer. Der TSV Knittlingen bestreitet noch Aufstiegsspiele gegen die Drittplatzierten der Kreisligen Karlsruhe und Bruchsal. Statt einer Kreisliga gibt es künftig eine Bezirksliga der Pforzheimer und der Bruchsaler Handballer.

In der Badenliga der Frauen war die HSG II überfordert und verzichtet nun auf ihr Startrecht für die Verbandsliga. Das Team läuft künftig in der Landesliga auf. Als souveräner Landesliga-Meister gelangte die SG Pforzheim/Eutingen in die Badenliga. In der Landesliga spielen weiterhin die Neuenbürger Frauen, hinzu kommt das zweite SG-Team, das von der Umstrukturierung der Ligen auf Verbandsebene profitiert.