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Die Gegenspieler von Baransel Yurttas (in Rot) sind meist ohne Chance.  Becker
Die Gegenspieler von Baransel Yurttas (in Rot) sind meist ohne Chance. Becker
07.09.2015

Rückschlag nach Erfolgserlebnis: Yurttas fällt bei den Kickers aus

Nach dem Jubel am Samstag folgte gestern der Schock. Baransel Yurttas, der mit einem kuriosen 25-Meter-Treffer das 1:0 beim 2:0-Sieg gegen den TSV Höpfingen erzielt hatte und somit sein Team zum ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga führte, hat sich in der Partie das Innenband am Knie gerissen und wird dem SV Kickers Pforzheim längere Zeit fehlen. Das ergab gestern eine Untersuchung beim Arzt.

„Für uns ist das natürlich ein heftiger Nackenschlag. Wir waren jetzt so gut drauf, haben gegen Höpfingen endlich so gespielt, wie ich mir das vorstelle und jetzt das“, ärgert sich Kickers-Coach Gökhan Gökce über den Ausfall seines Spielmachers. „Baransel ist für uns enorm wichtig. Auf und neben dem Platz. Er gewinnt fast jeden Zweikampf. Da ist er eine echte Waffe. Außerdem sorgt er immer für gute Stimmung.“ Die ist erst einmal beim Spieler selbst im Keller. Dabei hatte der 23-jährige Mittelfeldspieler, der vor der Runde vom FC Heidelsheim kam, sich so gut in den Kickers-Kader eingefunden und auch gleich die Verantwortung auf dem Platz übernommen. Gegen Höpfingen glänzte der Türke dann auch als spektakulärer Torschütze, obwohl er eher für die Vorbereitung zuständig ist. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fasste er sich ein Herz und zog aus 25 Metern ab. Sein Flatterball senkte sich über den Gästegoalie ins Netz.

Wie können die Kickers, die jetzt den Relegationsplatz 13 belegen, den Ausfall von Yurttas kompensieren? „Es geht nur übers Kollektiv“, sagt Gökce im Hinblick auf die kommenden Partien gegen die Tabellennachbarn Heidelberg-Kirchheim (12.) am Samstag daheim und die Woche drauf beim VfR Gommersdorf (11.). Die Kickers haben die Chance, das Feld nun von hinten aufzurollen. Doch Gökce weiß: „Wir werden es in jedem Spiel schwer haben. Denn wir haben nun mal nicht die Spieler, die ein Spiel alleine entscheiden können. Wir müssen immer bis ans Limit gehen.“ Der erste Saisonsieg gegen Höpfingen habe seiner Mannschaft aber auf jeden Fall mehr Selbstvertrauen verliehen.

Mit breiter Brust geht man deshalb ins nächste Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Kirchheim. Und dann vermutlich auch wieder mit Gonas Panneerselvam. Der 21-jährige Mittelfeldspieler fehlte in der Partie gegen Höpfingen. Nach seinem Kurztrip in die Heimat Sri Lanka hatte er den Rückflug verpasst.

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