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Wieder zurück im Team und schon legte Ali Sürer einen Versuch für die SG TV/CfR Pforzheim. Am Ende reichte es dennoch nicht für einen Pforzheimer Sieg.
Wieder zurück im Team und schon legte Ali Sürer einen Versuch für die SG TV/CfR Pforzheim. Am Ende reichte es dennoch nicht für einen Pforzheimer Sieg. © Jürgen Keller
12.05.2019

Rugby-Bundesliga: SG TV/CfR Pforzheim muss in die Relegation

Mit etwas mehr Disziplin in der zweiten Spielhälfte gegen den RC Luxemburg hätten sich die Pforzheimer Rugbyspieler jetzt deutlich entspannter aufs letzte Saisonspiel daheim im SüdwestEnergie-Stadion in Eutingen vorbereiten können. Dann hätte es nämlich vielleicht zum Sieg gelangt und dann wäre die SG TV/CfR Pforzheim eventuell noch am Ende auf dem rettenden sechsten Tabellenplatz in der Rugby-Bundesliga Süd/West gelandet. Doch nach der 24:31-Niederlage beim RCL ist trotz der zwei erreichten Bonuspunkte klar: Die Pforzheimer müssen in die Abstiegsrelegation.

Bei einem Sieg mit Bonuspunkt hätten die Pforzheimer „Rhinos“ die Luxemburger überholt und wären auf einem sicheren Nicht-Abstiegsplatz gelandet. Doch die ehemalige Fahrstuhlmannschaft der Bundesliga konnte das Spiel in der zweiten Hälfte für sich entscheiden. Die Rote Karte für Ben Bailey rund fünf Minuten nach Wiederanpfiff schwächte die SG, die sich bis dahin engagiert gegen die Attacken der Luxemburger gewehrt hatte und sogar mit einer 19:18-Führung in die Pause ging. Mit einem Mann weniger hatten die „Rhinos“ den gefährlichen Kicks der Luxemburger nicht mehr viel entgegenzusetzen. „Der Wille und der Kampfgeist waren bis zur letzten Minute zu spüren“, so SG-Coach John Willis zu seinem Team, doch am Ende hätte der RCL zu großen Druck aufbauen können.

Dabei sah es zunächst gut aus für die SG. Mit zwei schön herausgespielten Versuchen und phasenweise gutem Kombinationsspiel hatten die „Rhinos“ gezeigt, dass sie in Luxemburg gewinnen wollten. Doch dann schlichen sich, so Willis, Undiszipliniertheiten und unnötige Fehler ein, was den RCL stark gemacht habe. Wie erwartet hatten die Pforzheimer Sprinter auf dem Kunstrasen gute Bedingungen vorgefunden. Tafadzwa Chitokwindo spurtete zu zwei Versuchen ins RCL-Malfeld. Ali Sürer und Jai Paila legten jeweils einen Versuch. Chitokwindo konnte zwei von vier Erhöhungskicks verwandeln.

Mit dieser Niederlage ist klar: Die Pforzheimer beenden den Abstiegskampf in der Relegation. Das letzte Heimspiel am 18. Mai, 14 Uhr in Pforzheim-Eutingen gegen den Tabellenletzten Neckarsulmer SU hat rechnerisch keinen Einfluss mehr auf die Tabelle, gleichwohl Willis noch einmal sein Team auf einen Sieg einstellen will. Die Entscheidung über den Verbleib in der Rugby-Bundesliga, in der die Pforzheimer seit 2011 immer an der Tabellenspitze mitmischten und 2016 sogar Deutscher Meister wurden, fällt am 6. Juli. Dann spielt die SG TV/CfR gegen den Sieger der Ausstiegsfinales, das zwischen den zwei besten Teams der beiden 2. Rugby-Bundesligen Süd und West in Play-offs ermittelt wird.  

Die SG-Versuche: Tafadzwa Chitokwindo (2), Alis Sürer und Jay Paila (je 1)

Die SG-Kicks: Tafadzwa Chitokwindo (2/4 Erhöhuingen)

Letztes SG-Heimspiel: SG TV/CFR Pforzheim - Neckarsulmer SU, Samstag, 18. Mai, 14 Uhr, SüdwestEnergie-Stadion in Pforzheim-Eutingen

Rugby-Bundesliga Süd/West – vorletzter Spieltag

SC Frankfurt 1880

26:9

RK Heusenstamm

RC Luxemburg

31:24

SG TV/CFR Pforzheim

Neckarsulmer SU

17:70

TSV Handschuhsheim

Heidelberger RK

62:14

RG Heidelberg

Rugby-Bundesliga Süd/West

 

 

Spiele

Punkte

+/-

1

SC Frankfurt 1880

13

59

+464

2

TSV Handschuhsheim

13

58

+335

3

Heidelberger RK

13

43

+148

4

RG Heidelberg

13

43

+11

5

RK Heusenstamm

13

25

-49

6

RC Luxemburg

13

24

-212

7

SG TV/CFR Pforzheim

13

17

-249

8

Neckarsulmer SU

13

10

-448