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Auf der Mallinie stoppte Heidelberg (blaue Trikots) das Pforzheimer Team.  Foto: J. Keller 

Rugby-Bundesliga: Zum Remis fehlen der SG TV/CfR Pforzheim nur wenige Zentimeter

Pforzheim. Spiele gegen den Heidelberger RK sind seit dem Aufstieg des TV Pforzheim 2011 in die Rugby-Bundesliga immer hart umkämpft gewesen. Mehrfach wurde der Meistertitel zwischen diesen Teams ausgespielt. Am Samstag ging es nur um die Frage, ob die SG TV/CfR Pforzheim ins Bundesliga-Mittelfeld zum HRK aufrücken kann oder im Tabellenkeller verharrt. Die letzten Sekunden des 22:29 verlorenen Spiels gaben die für die SG bittere Antwort.

Die SG TV/CfR Pforzheim hatte das lederne Ei bis auf ein paar Zentimeter ans Malfeld des Heidelberger RK getragen. Alles, was Kraft und Masse hatte, versuchte den Ball über die Mallinie zu schieben, doch erfolgreich warfen sich die HRK-Stürmer den „Rhinos“ entgegen. Dann war der Ball unter einem Pforzheimer begraben und nicht mehr frei spielbar. Abpfiff. Die SG verpassten im letzten Augenblick das erste Unentschieden im heimischen Stadion. Immerhin erhalten die „Rhinos“ einen defensiven Bonuspunkt (Niederlage mit maximal sieben Spielpunkten Unterschied).

Doch jetzt ist klar: Die Pforzheimer stecken im Tabellenkeller fest, haben zwar auf den Letzten (RK Heusenstamm) und Vorletzten (RC Luxemburg) noch fünf Punkte Vorsprung, aber das ist nur so viel wie ein Sieg mit Bonuspunkt einbringt. Deshalb wird am 30. November das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen den RCL zum Schicksalsspiel, das gewonnen werden muss, will die SG im Frühjahr 2020 zuversichtlich das Saison-Restprogramm angehen.

Dabei sah es so gut aus. Spielertrainer Fabian Broughton blockt einen Heidelberger Kick, tritt den Ball zweimal nach vorne und legt unbehelligt in der 3. Minute zum ersten Versuch ab. Blue Tutuila erhöht mit seinem Kick zur 7:0-Führung. Die hält freilich nur fünf Minuten bis zum ersten HRK-Versuch. Ein Strafversuch in der 28. Minute bringt den Gast 19:7 in Front und gleichzeitig den Gastgeber durch eine Gelbe Karte (zehnminütiger Platzverweis) in Not. Zwar kann Josh Gando durch einen Solosprint in Unterzahl auf 14:19 verkürzen, doch der HRK nutzt die Überzahl und gewinnt einmal mehr ein Gedränge, was im vierten Versuch und in einer 26:14-Halbzeitführung resultiert.

Nichts Neues also. Die SG ist in der ersten Halbzeit nicht präsent genug, schwächt sich mit Gelben Karten, kann die Gedränge nicht gewinnen. Die durch eine zweite Gelbe Karte eingebremste Aufholjagd in der zweiten Hälfte scheitert dann nach einem verwandelten Straftritt von Tutuila und einem späten Versuch von Sae Faalupega Magele in dem einen letzten, verzweifelten Kraftakt in Greifweite der Heidelberger Mallinie.

SG-Versuche: Fabian Broughton, Josh Gando, Sae Faalupega Magele

SG-Kicks: Blue Tutuila (2/3 Erhöhungen, 1/1 Straftritt)

Nächstes SG- Heimspiel im SüdwestEnergie-Stadion in Pforzheim-Eutingen: Samstag, 30. November, 14 Uhr, SG TV/CfR Pforzheim – Heidelberger RK