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Die Übersicht muss der TV Pforzheim (grün-weiß) gegen Heidelberg genauso behalten, wie hier beim Halbfinalsieg gegen Frankfurt.  Foto: Keller, PZ-Archiv 

Rugby-DM-Finale: Noch ein Schritt bis zur Krönung

Pforzheim fiebert dem Finale um die deutsche Rugby-Meisterschaft entgegen. 250 Fans begleiten den TV Pforzheim am Samstag zum Spiel des Jahres nach Heidelberg. In der Vorwoche warf der TVP den Dauerfinalisten SC 1880 Frankfurt überraschend deutlich mit 46:25 aus dem Titelrennen. Jetzt wartet mit dem Heidelberger RK der amtierende Meister auf den Aufsteiger, der eine fantastische erste Bundesliga-Saison krönen will.

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Die Fans des TVP hatten ihren Spaß beim Halbfinale

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Rugby-Halbfinale: TV Pforzheim deklassiert SC 1880 Frankfurt

So ist es der Ruderklub aus der Kurpfalz, mit dem Pforzheims Turnverein am Samstag um 16.00 Uhr auf dem Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark um den Titel kämpft. Und obgleich HRK-Manager Alexander Wiedemann einen „ganz heißen Tanz“ erwartet, sind die Rollen doch klar verteilt: Auf der einen Seite der Gastgeber, der zuletzt zweimal in Folge deutscher Meister war und von 18 Bundesligaspielen nur eines verlor. Auf der anderen Seite der Gast aus der Goldstadt, seines Zeichens Aufsteiger in die Bundesliga und die Überraschungsmannschaft der Saison.

Als Knackpunkt könnten sich die Offensivreihen der Kontrahenten erweisen: Der Heidelberger Angriff hat den Ruf, der beste der Liga zu sein. Für die Kurpfälzer spricht auch, dass sie in ihrem körperbetonten Spiel kaum Schwächen zeigen. „Wenn wir Position für Position vergleichen, egalisieren wir uns aber“, macht Pforzheims Manager Jens Poff Mut. Er weiß: Auch wenn Pforzheims Kader in der Breite schwächer besetzt ist, kann die Defensive doch mit jedem Gegner mithalten.

Zudem hatten die Leistungsträger Mustafa Güngör, Jakob Kennedy und Russel Kupa gegen Frankfurt bewiesen, dass sie auch zum Ende der Saison zu Höchstleistungen fähig sind. Und: „Ihre Chancen nutzen die Pforzheimer phänomenal gut“, weiß Wiedemann durch die direkten Duelle und Videoanalysen des Finalgegners. Auch deshalb sieht sich der TVP am Ende „mit drei Punkten vorne“, so Pressesprecher Uwe Herrmann.

„Wir sind Meister, Pforzheim Aufsteiger. Daher sehe ich uns auch als Favorit“, meint Wiedemann. Sein Gegenüber auf Pforzheimer Seite sieht das positiv: „Für uns ist es gut, als Underdog nach Heidelberg zu fahren“, sagt Jens Poff, dem auch die Ergebnisse aus der abgelaufenen Spielzeit Mut machen: Denn das einzige Team, das Heidelberg bezwingen konnte, war Pforzheim – im Hinspiel mit 26:24. Und auch im Rückspiel ging es eng zu: Hier behielt der HRK mit 24:17 die Oberhand.

Eine Extra-Portion Motivation erhofft sich der TVP auch durch die Zuschauer aus der Goldstadt: Bei Poff stapelten sich am Donnerstagmittag die Anfragen, etwa 250 Pforzheimer werden die Rugby-Recken begleiten. „Wir hoffen, insgesamt 2000 Zuschauer zum Spiel zu bekommen“, blickt Alexander Wiedemann voraus. Das wären dann sogar mehr als an jenem 20. Mai 1906: 1100 Zuschauer sahen damals, wie der VfB Leipzig fünf Minuten vor Schluss das 2:1-Siegtor gegen den 1. FC Pforzheim erzielte. Gut möglich, dass es ähnlich eng auch morgen in Heidelberg zugehen wird.