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Auf ordentlich Gegenwehr müssen sich die „Rhinos“ um Mannschaftskapitän Manuel Carrier (Zweiter von links) am Samstag einstellen.  Foto: Ripberger 

Rugby Pforzheim erwartet im ersten Bundesliga-Heimspiel des Jahres den Tabellenführer

Pforzheim. Der Spielplan in der Rugby-Bundesliga Süd/West hat die „Rhinos“ von Rugby Pforzheim nach der langen Winterpause nicht gerade vor leichte Aufgaben gestellt. Im Abstiegskampf mussten die Pforzheimer auswärts gegen den Tabellenzweiten und -dritten die erwarteten Niederlagen einstecken. Und ausgerechnet zum ersten Heimspiel des Jahres am kommenden Samstag, 15 Uhr kommt Tabellenführer TSV Handschuhsheim ins SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen.

Angesichts der die ganze Saison über gezeigten Dominanz des Titelfavoriten dürfte es für den deutschen Meister von 2016 im eigenen Stadion nicht viel Zählbares geben, aber Rugby-Pforzheim-Sprecher Robin Häberle verspricht ein mutiges Auftreten der „Rhinos“, die dem TSV so lange wie möglich Paroli bieten wollen. „Wir möchten die Spannung hoch halten, auch wenn es schwer wird, gegen den Tabellenersten zu punkten. Die Mannschaft ist motiviert, die Stimmung ist gut. Für unsere jungen Spieler wird es erneut ein echter Härtetest sein, den Handschuhsheimer Spitzenspielern entgegenzutreten“, sagt Häberle. Immerhin dürfte das Pforzheimer Publikum im lange erwarteten ersten Heimspiel erstklassiges Rugby zu sehen bekommen. Und, so Häberle weiter, „vielleicht auch ein paar überraschende Momente unserer Rhinos“.

Rugby-Pforzheim-Trainer Fabian Broughton muss einmal mehr und der Not gehorchend den Kader mit Nachwuchsspielern bestücken. Einerseits ist das ein erklärtes Ziel des Vereins, verstärkt auf junge Spieler aus der Region zu setzen, andererseits wird es im Abstiegskampf schwierig werden, sich gegen Titelfavoriten wie den TSV zu behaupten und vielleicht zu Bonuspunkten zu kommen.

Deshalb dürfte der Fokus bei Rugby Pforzheim ganz klar auf den beiden nächsten Heimspielen am 7. Mai gegen RK Heusenstamm (Sechster, 13 Punkte) und am 14. Mai gegen Heidelberger RK (Fünfter, 14 Punkte) liegen. Eventuell reicht schon ein Sieg gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf, um auf dem Relegationsplatz vor dem RC Luxemburg die Saison zu beenden. Sollten sich die „Rhinos“ noch Bonuspunkte erkämpfen, wäre sogar der sichere sechste Platz noch möglich, da es im Rugby für einen Sieg vier Punkte gibt.

„Aber jetzt wollen wir erst einmal gegen den TSV zeigen, dass wir über den Kampf zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit finden, mit der wir dann in den nächsten Heimspielen unser Publikum begeistern wollen“, sagt Häberle. Bei Rugby Pforzheim blickt man weiterhin mutig nach vorne. – uh –

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