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Auch die zwei abgelegten Versuche von Josh Gando (mit Ball) reichten Rugby Pforzheim nicht zum Sieg gegen den Heidelberger RK.  Foto: J. Keller 

Rugby Pforzheim verliert unglücklich im Bundesliga-Abstiegskampf an Boden

Rugby Pforzheim holt im Abstiegskrimi gegen Heidelberger RK zwei Bonuspunkte und rutscht dennoch auf den letzten Tabelleplatz ab. Einen Spieltag vor dem Saisonende ist der Abstieg aber noch nicht besiegelt.

Bei Rugby Pforzheim läuft in dieser Saison nicht alles nach Plan. Das lässt sich auch an der Tabelle der Rugby-Bundesliga Süd/West ablesen. Nach der knappen und nach großartigem Kampf eigentlich unverdienten 27:34-Heimniederlage gegen den Heidelberger RK am vergangenen Samstag im SüdwestEnergie-Stadion in Pforzheim-Eutingen sind die „Rhinos“ nun einen Spieltag vor Saisonende Tabellenletzter. Mit zwei Punkten Vorsprung auf den RC Luxemburg ging Rugby Pforzheim ins Kellerduell gegen die Heidelberger. Ein einfacher Sieg hätte den siebten Platz und das Relegationsspiel wohl vorzeitig gesichert.

Das Match wogte hin und her, wobei der HRK immer in Führung ging. Aber wie schon in der Woche zuvor gegen den ebenfalls im Bundesliga-Tabellenkeller verharrenden RK Heusenstamm gelang es nicht, die vollen 80 Spielminuten voll konzentriert zu bleiben. Kein Wunder, denn die „Rhinos“ waren nach Verletzungen, zwei Spielern bei der malaysische Nationalmannschaft und einer Roten Karte für das schmerzlich vermisste Kraftpaket Kelvin de Bruyn mit dem letzten Aufgebot und einer leeren Ersatzbank angetreten.

Rugby Pforzheim legt fünf Versuche

Umso größer muss man Willen und Engagement der Spieler werten, die auch in der Schlussphase nie aufgaben und sich aufopferungsvoll blaue Flecken holten. Am Ende reichte es nach fünf Pforzheimer Versuchen durch Josh Gando (2), Andrew Reintges, Antipas Kamkwindo und Alexander Onyeahasi zu zwei Bonuspunkten.

Doch die waren zu wenig, da die Luxemburger zur gleichen Zeit einen 53:12-Überraschungssieg mit Bonuspunkt holten – gegen die ohne 7er-Rugby-Nationalspieler und nur mit einem extrem jungen Ersatzteam angetretene RG Heidelberg.

Gegen die RGH muss Rugby Pforzheim am Samstag, 28. Mai auswärts spielen. Zwei Bonuspunkte, so schwer die auch in Heidelberg zu erzielen sind, könnten am Ende doch noch zum siebten Platz vor dem RCL reichen, denn die Luxemburger müssen beim Tabellenersten SC Frankfurt 1880 antreten. Und die haben bislang alle Heimspiele meistens sehr deutlich gewonnen.

Was noch fürs Saisonfinale Hoffnung auf ein Relegationsspiel und den möglichen Klassenerhalt macht, ist die Stimmung im Team und jede Menge Mut und Entschlossenheit, mit denen die „Rhinos“ in den beiden vergangenen Heimspielen die Gegner an den Rand einer Niederlage gebracht haben. uh

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