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Keinen leichten Stand hatte der SC Neuenheim beim Rückspiel in der Meisterrunde Süd/West. Der TV Pforzheim siegte verdient mit 76:19. © Jürgen Keller
david schulz © Jürgen Keller
13.04.2014

Rugby: TV Pforzheim besiegt SC Neuenheim 76:19

Im Top-Spiel der Rugby-Meisterrunde Süd/West hat der TV Pforzheim bewiesen, warum er als Mitfavorit auf den deutschen Meistertitel gilt. Vor rund 300 Zuschauern rannte der TVP den SC Neuenheim mit 76:19 nieder. Immer einen Tick schneller, immer einen Haken überraschender und im Gedränge einfach stärker – der Tabellendritte aus Heidelberg hatte von Beginn an keine Chance gegen den Tabellenzweiten aus Pforzheim.

Bildergalerie: Rugby-Fans im TVP-Stadion beim 76:19-Sieg gegen SC Neuenheim

Rugby-Fans im TVP-Stadion beim 76:19-Sieg der Pforzheimer gegen den SC Neuenheim. Rugby-Fans im TVP-Stadion beim 76:19-Sieg der Pforzheimer gegen den SC Neuenheim. Rugby-Fans im TVP-Stadion beim 76:19-Sieg der Pforzheimer gegen den SC Neuenheim. 

Bildergalerie: Szenen vom 76:19-Sieg der TVP-Rugbyspieler gegen SC Neuenheim

Szenen vom 76:19-Sieg der TVP-Rugbyspieler gegen SC Neuenheim. Szenen vom 76:19-Sieg der TVP-Rugbyspieler gegen SC Neuenheim. Szenen vom 76:19-Sieg der TVP-Rugbyspieler gegen SC Neuenheim. 

Allerdings musste der SC Neuenheim mit einem durch Verletzungen stark dezimierten Sturm im Rugbystadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen antreten. Das könnte Mitte Mai schon anders aussehen, wenn beide Teams in den Playoffs zur Rugby-DM im Viertelfinale siegen, denn dann kommt es erneut zu diesem Match. Der SCN konnte trotz eindeutiger Unterlegenheit und entsprechender Niederlage immerhin ein paar Erkenntnisse über die Spielstärke des Gegners gewinnen. Dass die Neuenheimer besser sind als die 19:76-Klatsche andeutet, beweist der mühevolle 23:19-Sieg der Pforzheimer im Hinspiel.

An vergangenen Samstag jedoch waren die Rollen klar verteilt. Die starken Männer des TVP schoben Pakete Meter um Meter in Richtung gegnerisches Malfeld, drückten und drehten jedes Gedränge zu Ungunsten des SCN. Wieder im Zentrum der kraftvollen Angriffe dabei: Der langzeitverletzte Hüne Josh Fisiiahi, der sich im Spiel zwar wieder am Knie verletzte, aber später noch einmal aufs Feld kam und den Neuenheimern das Leben schwer machte. TVP-Kapitän Mustafa Güngör, David Schulz und Manasah Sita sprinteten die Hintermannschaft mit ihren Haken schwindelig. Famose Einzelleistungen gab es reichlich zu sehen, aber auch das Mannschaftsspiel der Pforzheimer überzeugt immer mehr.

Dass der TVP zu den Schnellstartern gehört, ist bekannt. Nach vier Minuten hatte Tobis Weber den ersten und nach sieben Minuten hatte Nick Stratford den zweiten Versuch gelegt. Bis zum Abpfiff sollten noch zehn weitere Versuche folgen. Mit einer verdienten 45:7-Führung ging es in die Halbzeit.

Auch in der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der SCN bemühte sich, hatte immer wieder gute Momente, doch die Neuenheimer konnten nur ganz selten einmal richtig Druck aufbauen. Sie erzielten noch zwei Versuche, mussten aber immer wieder erleben, wie die Pforzheimer mit ihrem schnellen Spiel Lücken in die Reihen des SCN rissen, in die dann die Sprinter des TVP stießen.

Am Samstag, 26. April, 14 Uhr spielt der TVP am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen wieder international. Im entscheidenden Match im North Sea Cup gegen die niederländische Regionsauswahl Netherland-South geht es um den Gruppensieg und das Weiterkommen im Europapokal.

Die Versuche des TVP:

Mustafa Güngör (3), David Schulz (2), Rob May (2), Tim Kasten, Manasah Sita, Tobias Weber, Nick Stratford, Carlos Soteras Merz

Die Erhöhungskicks des TVP:

Jeremy te Huia (8 von 12)