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Mit Volldampf voraus will der TV Pforzheim am Samstag nicht nur im Gedränge den Gegner aus Heusenstamm dominieren.   Privat
Mit Volldampf voraus will der TV Pforzheim am Samstag nicht nur im Gedränge den Gegner aus Heusenstamm dominieren. Privat
04.09.2015

Rugby: TV Pforzheim fiebert Heimpremiere entgegen

„Wir brauchen noch zwei, drei Spiele, bis wir den richtigen Spielfluss haben, bis alle Spielmuster und Zurufe verinnerlicht sind, aber wir haben jetzt schon einen positiven Teamgeist, der uns auch am Samstag bei unserem ersten Heimspiel tragen wird.“ John Willis muss nicht zum ersten Mal als Trainer des Rugby-Bundesligisten TV Pforzheim zum Saisonbeginn einen großen Umbruch im Teamgefüge bewältigen.

An diesem Samstag, 15.00 Uhr, treten die „Rhinos“ im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen gegen den RK Heusenstamm an. Der RKH sei, so Willis, ein junges Team mit schnellen Spielern, die „gerne auch mal Überraschendes ausprobieren“. In der vergangenen Saison gab es für den TVP zwar klare Siege, doch Willis, der mit dem zweiten Coach Neil Foote die Pforzheimer auf die Heimpremiere vorbereitet, tritt auf die Euphoriebremse: „Es gibt in der neu strukturierten Bundesliga Süd/ West keine einfachen Gegner.

Das zeigen die Ergebnisse der ersten Runde.“ Auch der noch recht eingerostet wirkende TVP hatte es beim traditionell unbequemen Gegner SC Neuenheim nicht leicht, mit 28:10 zu gewinnen. Undiszipliniertheiten und Fehler beim SCN führten zu Strafkicks, die Jeremy te Huia alle souverän in Punkte verwandelte. Versuche gab es nur einen durch Tim Kasten. Das soll sich gegen Heusenstamm ändern. Die haben sich jedoch bei ihrer Erstrundenniederlage mit 11:25 gegen Mitfavorit RG Heidelberg beachtlich geschlagen und hoffen darauf, die noch uneingespielten Pforzheim überrumpeln zu können. Spielzüge lernen, Laufwege studieren – das Training des TVP ziele darauf ab, so Willis, eine mannschaftliche Geschlossenheit zu erzeugen, in der vieles zur Routine wird und das blinde Verständnis unter den Spielern fördert.

Altgediente Stammspieler wie Mustafa Güngör und Jeremy te Huia müssen in dieser Saison nicht nur internationale Neulinge einbinden, sondern vor allem auch Spieler aus der zweiten Mannschaft und der Jugend.

Gegen den SCN schnupperten diese bereits Bundesliga-Luft.

Die Heimspielpremiere soll, so Willis, ein entspannter Familientag werden, bei dem sich nicht nur echte Rugby-Fans im SüdwestEnergie-Stadion vergnügen können. Mit einem klaren Sieg und vielen Versuchen soll der Wunsch des TVP-Trainers Realität werden.