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Hätte gerne noch einmal im letzten Saison-Heimspiel des TV Pforzheim den 2016 errungenen Rugby-Meisterschaftspokal den TVP-Fans präsentiert, aber der RC Luxemburg machte TVP-Teammanager Jens Poff einen Strich durch die Rechnung. Foto: Jürgen Keller
Hätte gerne noch einmal im letzten Saison-Heimspiel des TV Pforzheim den 2016 errungenen Rugby-Meisterschaftspokal den TVP-Fans präsentiert, aber der RC Luxemburg machte TVP-Teammanager Jens Poff einen Strich durch die Rechnung. Foto: Jürgen Keller
02.06.2017

Rugby-Bundesliga: RC Luxemburg sagt letztes Saisonspiel beim TV Pforzheim ab

Pforzheim. Der Rugby-Bundesligist RC Luxemburg hat sein letztes Saisonspiel abgesagt. Eigentlich hätte der RCL am morgigen Samstag beim TV Pforzheim antreten müssen, doch wegen der Abgabe mehrerer Spieler ans luxemburgische Nationalteam sah sich der RCL nicht in der Lage, ein schlagkräftiges Team zu bilden. „Das ist schade, denn so kommen wir aus dem Spielrhythmus. Dabei müssen wir am übernächsten Wochenende in Bestform sein, wenn wir im Halbfinale der deutschen Rugbymeisterschaft beim RK 03 Berlin um die Titelverteidigung kämpfen“, sagt TVP-Teammanager Jens Poff.

Poff hätte gerne ein Heimspiel gehabt und dabei den Pforzheimer Fans den 2016 errungenen Meisterpokal präsentiert. Nie zuvor in der rund 90-jährigen Pforzheimer Rugby-Geschichte konnte der TVP eine deutsche Meisterschaft im 15er-Rugby gewinnen. Im 7er-Rugby allerdings konnte der TVP schon einmal 2013 den DM-Titel holen. Erstmals siegten die Pforzheimer in diesem Jahr im DRV-Pokal. Schon jetzt steht fest, dass die „Rhinos“ des TVP im Bundesliga-Halbfinale stehen. Am 10. Juni geht es beim RK 03 Berlin um alles. Nur ein Sieg in Berlin bringt die Pforzheimer ins Finale - und damit hätten sie dann die Chance auf eine Titelverteidigung.

Doch erst einmal müssen die „Rhinos“ die Enttäuschung nach der Spielabsage verdauen. Der RCL muss zwar als Strafe 300 Euro an den TVP überweisen, „aber der Imageschaden ist doch viel höher“, sagt Poff. Immerhin werde jetzt der Kreis der Verletzten nicht noch größer, vorausgesetzt natürlich, es gibt keine Zwischenfälle im Training. Ob einige zentrale Stammspieler bis zum DM-Halbfinale wieder fit sind, sei noch fraglich.

Die Mission Titelverteidigung steht vor einer hohen Hürde, aber beim TVP hat man ja auch vor einem Jahr als Außenseiter den Meistertitel geholt. „Aufgeben gilt nicht. Im Rugby kann alles passieren“, hatte TVP-Coach John Willis vor einer Woche schhon erklärt.