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SG-Coach John Willis muss wieder ein völlig neues Team aufbauen.
SG-Coach John Willis muss wieder ein völlig neues Team aufbauen.
11.10.2018

Rugby-Bundesliga: SG TV/CfR Pforzheim ringt bei Serienmeister HRK um die Form

Pforzheim. An diesem Samstag, 15 Uhr, treten die Rugbyspieler der SG TV/CfR Pforzheim beim Heidelberger RK an. Das war in den vergangenen sieben Jahren das absolute Gipfeltreffen im Bundesliga-Rugby und fünf Mal die Endspiel-Paarung zur deutschen Rugby-Meisterschaft. Doch in dieser Saison ist die Begegnung aus sportlicher Sicht wohl nur eine von vielen, den aktuell spielen beide Mannschaften nicht so wie man es in den Vorjahren gewohnt war. Vor allem die Pforzheimer „Rhinos“ suchen noch nach ihrer Form.

Beide Teams mussten einen großen Aderlass bei wichtigen Stammspielern hinnehmen, wobei die zweite Garnitur des HRK eigentlich eingespielter ist als die in wichtigen Teilen frisch zusammengestellte Mannschaft der SG TV/CfR. Lange Zeit undenkbar: Von vier Spielen hat der HRK (Rang 5 in der Bundesliga Süd/West) schon zwei verloren. Im gleichen Zeitraum konnten die Pforzheimer (Rang 7) nur zwei Offensiv-Bonuspunkte, aber noch keinen Sieg holen. Von der Papierform her dürfte es schwer für die „Rhinos“ werden, beim Serienmeister zu punkten.

„Die Mannschaft, die die grundlegenden Dinge richtig macht und die Fehler in Taktik und Disziplin begrenzt, wird am Ende einen hart erkämpften Sieg davon tragen“, prophezeit John Willis. Der TV/CfR-Coach konnte bislang nur teilweise mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Das spielerische Talent und Potenzial sollte eigentlich vorhanden sein, blitzte auch hier und da mal eine Halbzeit lang durch, auch kämpferischer Einsatz und Siegeswillen war phansenweise zu erkennen, doch reichte es nie für ein ganzes Spiel und schon gar nicht für einen Sieg.

Die Ursachen liegen nicht nur allein beim Abgang einer halben Mannschaft, was so schnell vor dem Saisonstart nicht kompensiert werden konnte. Besonders stark schlug das Verletzungspech zu. Neuzugang Alan Sarco kämpft mit Herzproblemen, Tim Kasten muss seine verletzte Schulter schonen. Lee Murray wird weiter schmerzlich vermisst, Ryan Buchanan laboriert an einer Rückenverletzung. Wieder zurück im Team ist Antipas Kamkwindo. Er wird unter anderem im durch den Ausfall vieler schubkräftiger Spieler geschwächten Gedränge benötigt, das zuletzt von den Gegnern dominiert wurde.

„Wir müssen vor allem unsere Verteidigung verbessern, denn wir haben zuletzt zu viele gegnerischen Versuche zugelassen“, sagt Willis. War der TV Pforzheim in den Vorjahren als Frühstarter bekannt, so hat sich das in dieser Saison geändert. Bislang kamen immer die Gegner früh zu Punkten, weshalb die „Rhinos“ immer einer Führung der späteren Sieger hinterherrennen mussten. Das soll sich möglichst schnell wieder ändern, wünscht sich Willis. Mehr Disziplin und weniger individuelle Fehler, mehr mannschaftliche Geschlossenheit und weniger überhastete Aktionen – die Wunschliste des Trainers ist lang.

Gleichzeitig weiß er aber auch, dass sich sein Team immer wieder aufgeopfert und letztlich nie aufgegeben hat. Ob es dieses Mal beim HRK mehr zu holen gibt als nur ein Bonuspunkt? „Es liegt an uns, wir haben es in der Hand“, sagt Willis und legt nach: „Im Rugby ist immer alles möglich.“

Nächstes Bundesliga-Spiel der SG TV/CfR Pforzheim:

Samstag, 13. Oktober, 15 Uhr, Heidelberger RK - SG TV/CFR Pforzheim

Nächstes Bundesliga-Heimspiel der SG TV/CfR Pforzheim:

Samstag, 20. Oktober, 14 Uhr, SG TV/CFR Pforzheim - RC Luxemburg

Deutsche 7er-Rugby-Liga Frauen Süd-West – 2. Turnier:

Samstag, 13. Oktober, 10.30 Uhr bis 18 Uhr, Gastgeber TV Pforzheim im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen