nach oben

Rugby-Bundesliga: Erfolgsmodell TV Pforzheim

Wie schon zu Hause musste sich Pforzheim (in Grün Marc Hittel) den Frankfurtern beugen. Foto: J. Keller/PZ-Arichiv
Wie schon zu Hause musste sich Pforzheim (in Grün Marc Hittel) den Frankfurtern beugen. Foto: J. Keller/PZ-Arichiv
11.11.2018

Rugby-Bundesliga: SG TV/CfR Pforzheim unterliegt nach hartem Kampf in Frankfurt

Pforzheim/Frankfurt. Das hätte auch schlimmer kommen können. Die zum Saisonbeginn durch einen starken Verlust an Stammspielern und dann durch extremes Verletzungspech aus der Erfolgsspur geworfene SG TV/CfR Pforzheim hat zwar ihr letztes Spiel vor der Winterpause in der Rugby-Bundesliga Süd/West klar verloren, doch das war beim ungeschlagenen Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten SC Frankfurt 1880 zu erwarten. Die erst sehr spät so deutlich ausfallende 17:50-Niederlage hielt sich angesichts des „letzten Pforzheimer Aufgebots“, so SG-Teammanager Jens Poff, aber in Grenzen.

Zur Halbzeit sah es beim Stand von 12:7 für die SCF sogar so aus, als könnten sich die Pforzheimer erfolgreich einer Klatsche entgegenstemmen. Nach 20 Minuten hatten die Frankfurter zwei Versuche vorgelegt, doch nach über einer halben Stunde innerhalb von acht Minuten drei Gelbe Karten (zehnminütige Zeitstrafen) kassiert. Bis dahin belagerten die Gastgeber die Pforzheimer Mallinie. In Überzahl gelang den Pforzheimern der erste Versuch durch Kelvin de Bruyn, der sich ins hessische Malfeld wuchtete.

Aber wie schon in der ersten Hälfte überraschten die Frankfurter nach der Pause erneut die SG TV/CfR. In der 52. Minute stand es nach zwei Versuchen und einem Straftritt der Hessen plötzlich 29:10 für den SCF. Zwischenzeitlich konnte Tafadzwa Chitokwindo zwar einen Straftritt für die Pforzheimer verwandeln, doch erst in der 60. Minute gab es den zweiten - und dann auch letzten – Versuch der Pforzheimer. Jordan Gogo hatte das Leder-Ei geführt, wurde aber unkorrekt aufgehalten. Der Schiedsrichter entschied auf einen Strafversuch zu Gunsten der SG TV/CfR zum Stand von 17:29 aus Pforzheimer Sicht.

Doch mehr war nicht drin. Die druckvollen Angriffe der Frankfurter forderten ihren Tribut, die ständig im Abwehrmodus kämpfenden Pforzheimer waren am Ende ihrer Kräfte. Nach zwei Gelben Karten für die SG und einer für den SCF waren die Hessen die letzten zehn Minuten des Spiels in Überzahl. Und dann brachen die Dämme bei den erschöpften „Rhinos“. Drei späte Versuche der Frankfurter ließen die Niederlage deprimierender ausfallen als es zunächst zu vermuten war.

Diese fällt umso mehr ins Gewicht, weil jetzt die Neckarsulmer SU (10 Punkte) nach dem 38:13-Heimsieg gegen Kellerkind RC Luxemburg an den Pforzheimern (9 Punkte) vorbeigezogen ist. Am Tabellenende hinter der SG steht nun der RCL (7 Punkte), der freilich noch zwei Nachholspiele daheim gegen TSV Handschuhsheim und Heidelberger RK zu absolvieren hat. Sollten die Luxemburger eines davon gewinnen, überwintern die Pforzheimer am Tabellenende. Das wäre eine Bundesliga-Premiere für den seit 2011 erstklassig spielenden deutschen Rugby-Meister von 2016.

Versuche der SG TV/CfR: Kelvin de Bruyn, Jordan Logo (Strafversuch)

Kicks der SG TV/CfR: Tafadzwa Chitokwindo (Erhöhungen 2/2, Straftritt 1/1)

Rugby-Bundesliga Süd/West - 8. Spieltag

RG Heidelberg - 38:32 - TSV Handschuhsheim

SC Frankfurt 1880 - 50:17 - SG TV/CfR Pforzheim

Neckarsulmer SU - 38:13 - RC Luxemburg

RK Heusenstamm - 67:17 - Heidelberger RK