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Rugby-Bundesliga: Erfolgsmodell TV Pforzheim

Das waren noch Zeiten, als der TV Pforzheim (grün-weiße Trikots) den SC Frankfurt 1880 regelmäßig vor große Probleme stellte. In dieser Saison sind die Hessen bei ihrem Heimspiel gegen die Pforzheimer klarer Favorit, zumal sie schon das Hinspiel bei der SG TV/CfR mit 43:0 gewonnen hatten.
Das waren noch Zeiten, als der TV Pforzheim (grün-weiße Trikots) den SC Frankfurt 1880 regelmäßig vor große Probleme stellte. In dieser Saison sind die Hessen bei ihrem Heimspiel gegen die Pforzheimer klarer Favorit, zumal sie schon das Hinspiel bei der SG TV/CfR mit 43:0 gewonnen hatten. © PZ-Archiv/Wernicke
07.11.2018

Rugby-Bundesliga: SG TV/CfR Pforzheim vor schwerem Gang zum Tabellenführer

Pforzheim. John Willis macht sich keine Illusionen. Der Coach der SG TV/CfR Pforzheim fährt einmal mehr mit dem letzten Aufgebot zum letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause. Und ausgerechnet jetzt geht es gegen den klaren Tabellenführer der Rugby-Bundesliga Süd-West. Im Hinspiel hatten die „Rhinos“ im heimischen Stadion in Pforzheim-Eutingen mit 0:43 gegen den SC Frankfurt 1880 verloren. Das Rückspiel-Ergebnis dürfte ähnlich ausfallen.

„Vom Saisonstart an wurden wir durch Verletzungen dezimiert, neue Spieler fielen zum Teil nach nur einem Einsatz gleich wieder aus. Ich muss alle verfügbaren Spieler zusammentrommeln, um ein Team bilden zu können“, zeichnet Willis ein nicht gerade Mut machendes Bild. Wie gegen die Neckarsulmer SU wird auch in Frankfurt Carlos Soteras-Merz wegen seines Einsatzes als Nationalspieler fehlen. „Für das Team, das gegen den SCF antritt gilt: Wir müssen die einfachen Dinge von der ersten bis zur 80. Minute an richtig machen, um den Ball lange zu halten, um echte Chancen kreieren zu können. Und wir dürfen nicht wieder leichtfertig Bälle verlieren und durch mangelhafte Disziplin dem Gegner Vorteile schenken“, so Willis.

Gelinge das, könne man vielleicht mithalten. „Aber wir machen uns keine Illusionen darüber, dass es gegen die 1880-er extrem schwierig wird. Die sind nicht umsonst an der Tabellenspitze“, so Willis. Vergangenen Samstag spielte die SG TV/CfR noch bei der NSU gegen den Tabellenletzten, doch mehr als zwei Bonuspunkte waren nicht drin. „Jetzt stehen wir vor einer sehr hohen Hürde und brauchen aber die Punkte so dringend“, erinnert Willis an den Abstiegskampf in der Rugby-Bundesliga Süd-West.

Und dabei geht der Blick gleich wieder zum Vorwochengegner. Kann die NSU daheim gegen den Vorletzten RC Luxemburg erneut siegen, ziehen sie mit einem Bonuspunkt-Sieg an den Pforzheimern vorbei. Sichern sich die Luxemburger wie eine Woche zuvor die SG TV/CfR zwei Bonuspunkte, sind diese punktgleich mit den „Rhinos“. Hinzu kommt: Der RCL hat noch zwei Nachholspiele zu absolvieren und könnte da vielleicht noch weiter punkten. „Niemand will gern über die Winterpause am Tabellenende stehen“, hatte Willis vor dem NSU-Spiel erklärt. Aber genau das könnte den Pforzheimern blühen.

Dem SG-Coach ist es in Pforzheim aber noch immer gelungen, zum Saisonbeginn frisch zusammengewürfelte Teams zu einer schlagkräftigen Einheit zu formen. Dieses Mal dauert es aber etwas länger als sonst. „Wir werden nach der Winterpause wieder mit einigen Langzeitverletzten antreten können. Dann greifen wir noch einmal an“, so Willis. Rein rechnerisch ist das vor Saisonbeginn gesteckte Ziel, unter den Top-5 zu landen, in der Rückrunde durchaus noch erreichbar. So viel Pech kann doch nicht ewig an den Schuhen der Pforzheimer Rugbyspieler kleben.