nach oben
Eventuell könnte Nationalspieler Rob May (am Ball) nach seiner schweren Verletzung wieder zu etwas Spielpraxis beim TV Pforzheim kommen. Nicht dabei sein kann Mannschaftskapitän Mustafa Güngör (links).
Eventuell könnte Nationalspieler Rob May (am Ball) nach seiner schweren Verletzung wieder zu etwas Spielpraxis beim TV Pforzheim kommen. Nicht dabei sein kann Mannschaftskapitän Mustafa Güngör (links). © Jürgen Keller
19.09.2014

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim erwartet SC Neuenheim

Pforzheim. In den vergangenen Jahren waren die Bundesliga-Spiele des TV Pforzheim gegen den SC Neuenheim oft hart umkämpfte Matches, in denen es stets um vordere Tabellenplatzierungen oder ums Weiterkommen in der Finalrunde ging. So dürfen die Rugby-Fans an diesem Samstag, 15 Uhr gespannt sein, wie sich die in allen Mannschaftsteilen neu zusammengestellten Pforzheimer Rhinos im heimischen SüdwestEnergie-Stadion gegen den Tabellenvierten aus Heidelberg behaupten werden.

Der TVP ist nach dem großen Umbruch im Mannschaftsgefüge erstaunlich früh in Top-Form gekommen. Zwar konnte man bei den beiden Siegen in den ersten zwei Spielen der Rugby-Bundesliga Süd – 51:7 beim TSV Handschuhsheim und 64:7 daheim gegen RG Heidelberg – durchaus noch ein gewisses Maß an Abstimmungsbedarf feststellen, aber die noch fehlende mannschaftliche Geschlossenheit machten die Spieler des TVP durch individuelle Leistungen wett. „Die blinde Routine im Mannschaftsspiel wird sich bald einstellen. Schon jetzt aber wirkt unser Spiel viel kreativer, viel überraschender. Das macht es schwer für unsere Gegner“, freut sich Teammanager Jens Poff.

Vor allem, so Poff, sei ein neuer Kampfgeist und Siegeswillen bei den Rhinos zu verspüren. Die Stimmung im Team ist gut und die Zuversicht groß, das zu Saisonbeginn ausgegebene Ziel der erneuten Finalteilnahme zu erreichen. Die neue Entschlossenheit, die neue Fokussierung auf den sportlichen Erfolg zeige sich, so Poff, schon im Training. Der größere Kader fördere einen positiven Wettbewerb unter den Spielern, die sich ihre Stammplätze erkämpfen wollen.

Vor dem Finaltraum muss jedoch erst der SCN geschlagen werden, schließlich will der TVP in der Tabelle weiter auf dem zweiten Platz bleiben. Die stärkeren Einzelspieler laufen in Grün-Weiß für Pforzheim auf, aber der SCN könnte durchaus mit einer aufopferungsvollen, geschlossenen Mannschaftsleistung mithalten.

Gegen den SCN rechnet man beim TVP mit einer engen Begegnung, da die Rhinos aufgrund von Nominierungen zur Deutschen Nationalmannschaft (diese bestreitet ein Olympia- Qualifikationsturnier in Bukarest), beruflichen Verpflichtungen und Urlaub auf zahlreiche Stammspieler wie Mustafa Güngör, Uwe Hermann, Timo Vollenkemper, Udo Schwarz, Carlos Soteras-Merz oder auch Tim Kasten verzichten müssen. Noch lässt sich das Trainergespann John Willis und Neil Foote nicht in die Karten blicken, welchen Schachzug sie sich einfallen lassen, um eine schlagkräftige Truppe aufzubieten. Eventuell könnte Nationalspieler Rob May nach seiner langen und schweren Verletzung wieder zu etwas Spielpraxis kommen.

Der SCN wird sicherlich eine interessante Mischung aus jungen Eigengewächsen, erfahrenen Bundesligaspielern und routinierten internationalen Kräften aufbieten und dürfte für die neu formierte Pforzheimer Mannschaft eine ernsthafte Bewährungsprobe sein.

TV Pforzheim – SC Neuenheim, Samstag, 20. September, 15 Uhr, SüdwestEnergie-Stadion, Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen