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Mustafa Güngör (rechts, mit Pokal in der Hand) fällt drei Monate verletzt aus. Wie sehr der Ideengeber dem Spiel des TV Pforzheim fehlen wird, dürfte sich in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause zeigen, denn da geht es auch gegen den schärfsten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Rugby-Bundesliga. Foto: PZ-Archiv
Mustafa Güngör (rechts, mit Pokal in der Hand) fällt drei Monate verletzt aus. Wie sehr der Ideengeber dem Spiel des TV Pforzheim fehlen wird, dürfte sich in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause zeigen, denn da geht es auch gegen den schärfsten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Rugby-Bundesliga. Foto: PZ-Archiv
05.11.2015

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim fährt mit gemischten Gefühlen zum RK Heusenstamm

Pforzheim. Vor zwei Monaten hielten beim Rugby-Bundesligaspiel im SüdwestEnergie-Stadion des TV Pforzheim Zuschauer und Fans den Atem an. In der 13. Minute der Verlängerung gab es für den RK Heusenstamm noch einen Erhöhungskick. RKH-Kicker Leon Hees traf jedoch nicht zwischen die Stangen, weshalb der TVP einen glücklichen 27:26-Sieg feiern konnte. Kein Wunder, dass die Pforzheimer „Rhinos“ an diesem Samstag mit gemischten Gefühlen zu den Hessen fahren. „Wir müssen unbedingt auswärts gewinnen, um den zweiten Tabellenplatz zu sichern“, gibt TVP-Teammanager Jens Poff als Devise aus.

Das allerdings dürfte ein hartes Stück Arbeit werden, denn bei den Pforzheimern hat schon wieder das Verletzungspech zugeschlagen. Der zentrale Ideengeber Mustafa Güngör (Innenbandriss) fällt für zwölf Wochen aus, Taina Tamou, der auf seiner Position spielen könnte, muss wegen seiner Gehirnerschütterung pausieren. Manasah Sita, der beim letzten Auswärtssieg beim TSV Handschuhsheim vier Versuche legte, trainiert gerade mit Tafadzwa Chitokwindo in Simbabwe für die Olympia-Qualifikation des 7er-Rugbynationalteams. Beide werden noch längere Zeit fehlen. „Wir müssen mit einer komplett neu formierten Hintermannschaft antreten“, sagt Poff. Hinter einigen Kraftpaketen des Erste-Reihe-Sturms würden ebenfalls noch Fragezeichen stehen.

„Wir brauchen noch zwei, drei Spiele, bis wir den richtigen Spielfluss haben“, hatte John Willis, der mit Neil Foote das Trainergespann des TVP bildet, vor dem knappen Hinspiel-Sieg gegen Heusenstamm gesagt. Der Spielfluss stimmte in den letzten Begegnungen, die Abläufe wirkten routiniert, der Einsatzwillen war erkennbar – und doch dürfte das Spiel gegen den Tabellensiebten für den deutschen Vizemeister aus Pforzheim kein Selbstläufer werden. Vergangenes Wochenende hatte der RKH bei seiner 6:9-Niederlage beim Tabellendritten RG Heidelberg ebenfalls Siegchancen vergeben. Gegen die Top-Teams scheinen die Hessen ungeahnte Kräfte zu entwickeln.

Alles geben müssen die Pforzheimer aber nicht nur am Samstag (Anpfiff 14 Uhr) gegen den RKH, sondern eine Woche später auch bei der RG Heidelberg, dem direkten Konkurrenten um Platz zwei und den damit verbundenen Einzug in die Finalrunde. Mit den beiden letzten Spielen vor der Winterpause kann der TVP bereits die Weichen stellen für einen erneuten Anlauf auf den deutschen Rugby-Meistertitel.

Die nächsten Spiele des TV Pforzheim:

Samstag, 7. November, 14 Uhr: RK Heusenstamm – TV Pforzheim

Samstag, 14. November, 15 Uhr: RG Heidelberg – TV Pforzheim