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Immer einen Tick schneller waren die Rugbyspieler des TV Pforzheim. Sie besiegten daher den Heidelberger TV mit 114:16. © Jürgen Keller
23.09.2013

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim fegt HTV mit 114:16 vom Platz

Einen erwartet hohen 114:16-Sieg feiert der TV Pforzheim in der Rugby-Bundesliga Süd gegen den noch punktlosen und ebenfalls personell geschröpften Tabellenletzten Heidelberger TV. Die 150 Zuschauer im TVP-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen erleben im letzten Spiel vor der Meisterrunde einen souveränen TVP, dessen schnelle Läufer ein ums andere Mal die HTV-Hintermannschaft überrennen.

Bildergalerie: Zufriedene Rugbyfans: TVP schlägt HTV mit 114:16

Bildergalerie: Rugby-Bundesliga: TVP schlägt HTV mit 114:16

Tim Kasten legt schon nach fünf Minuten den ersten Versuch, David Schulz taucht nach zwölf Minuten ins gegnerische Malfeld ein. Doch nur eine Minute später verkürzt der HTV durch einen Dropkick auf 6:14. Wehrlos wollen sich die Heidelberger nicht in ihr Schicksal ergeben. Doch mehr als ein weiterer Dropkick gelingt dem HTV in der ersten Hälfte nicht mehr.

Dafür drängt und drückt die grün-weiße Angriffsmaschine der Rhinos nach der ersten Viertelstunde zu dominant. Immer wieder gelingt es dem TVP, Bälle abzufangen und mit energischen Antritten durch die Reihen der Heidelberger zu flitzen. Oft scheinen die HTV-Spieler den schnellen Haken und mal kraftvollen, mal spielerisch leichten Läufen nichts entgegensetzen zu können. Mit zunehmender Spieldauer dominieren die Pforzheimer auch klar die Gedränge. Folgerichtig steht es zur Halbzeit 67:9 für den TVP.

Ob die Extraportion Motivation des Trainers den mit hängenden Köpfen zum Pausengespräch trottenden Heidelbergern geholfen hat? Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff werden die Pforzheimer kalt erwischt. Der HTV legt seinen ersten – und letzten – Versuch. Danach wird das Spiel wieder zur Einbahnstraße in Richtung des Heidelberger Malfelds, auch wenn der TVP nun die Sache etwas gelassener angehen lässt. Beide Teams müssen aus diversen Gründen auf Stammspieler verzichten, aber der TVP kompensiert den Aderlass besser als der dezimierte HTV. Am Ende steht es nicht ganz unerwartet 114:16 für die Pforzheimer. Die Heidelberger hätten aber zumindest einen Bonuspunkt für fairen Sportsgeist verdient gehabt.

Die Versuche für den TVP legen Manasah Sita (5), Tim Kasten (4), Markus Bachofer (2), Marlen Walker (2), Aidan Winter, David Schulz, Alin Popoiu, Rob May und Sam Harris. Zwölf Erhöhungskicks verwandeln Jeremy te Huia, David Schulz und Sam Harris.

In der einfach gespielten Runde der Bundesliga Süd hat sich der TV Pforzheim als Zweitplatzierter problemlos für die Bundesliga-Meisterrunde Süd/West qualifiziert. Das Team wird dann unter anderem gegen die West-Topteams RK Heusenstamm und SC 1880 Frankfurt spielen. In der aktuellen Form sind die Pforzheimer auch in der Meisterrunde wohl das einzige Team, das mit dem amtierenden Deutschen Meister Heidelberger RK mithalten kann. Der Weg in die Finalrunde mit den Playoffspielen scheint vorgezeichnet zu sein.