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Jörn Schröder (am Ball) machte im Sturm ordentlich Druck. So konnte die nach großem Verletzungspech komplett neu gebildete Hintermannschaft des TV Pforzheim viele Freiräume nutzen und den RK Heusenstamm mit 52:3 schlagen.  © Schröder
08.11.2015

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim trotz Personalproblemen ohne Mühe beim RKH

Heusenstamm. Mit gemischten Gefühlen sind die Rugbyspieler des TV Pforzheim zum RK Heusenstamm gefahren, mit großer Erleichterung und voller Punktzahl sind sie vom vermeintlich schweren Auswärtsspiel in der Rugby-Bundesliga Süd/West heimgekehrt. Nach der überaus unglücklichen 26:27-Hinspielniederlage und dem jüngsten starken Auftrumpfen bei der knappen 6:9-Niederlage bei der RG Heidelberg hatte sich der RKH wohl etwas mehr ausgerechnet, doch der TVP ließ sich dieses Mal nicht überraschen. Innerhalb von zehn Minuten in der ersten Halbzeit legten die Pforzheimer fünf Versuche und entschieden so das Spiel vorzeitig.

Bildergalerie: Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim auch beim RK Heusenstam siegreich

Dabei standen die Vorzeichen nicht sonderlich gut für die „Rhinos“ aus der Goldstadt. Durch Verletzungspech musste quasi die gesamte Hintermannschaft umgekrempelt und neu besetzt werden. Kicker Jeremy te Huia fiel kurzfristig aus und auch im Sturm waren nicht alle Stammspieler greifbar. Und doch präsentierte sich der TVP wesentlich engagierter als zu Saisonbeginn, während die Heusenstammer unkonzentriert begannen und in der ersten Spielhälfte zu zögerlich attackierten. Das erlaubte es den Pforzheimern, bei zunächst schwacher Gegenwehr durch famose Einzelleistungen zu glänzen.

Nach sieben Minuten legte Sven Penwarden bei seinem ersten Einsatz für das Bundesliga-Team den ersten Versuch der Rhinos. Es sollten zwischen der 21. und 31. Minute noch zwei weitere folgen. Taina Tamou gelang zwischendrin ein lupenreiner Hattrick. Zur Halbzeit führte der TVP mit 38:0. Chris Talanoa konnte als te-Huia-Vertreter glänzen, verwandelte sechs von acht Erhöhungskicks und legte den letzten Versuch. Auch Oliver Paine, der seine Kollegen aus der Hintermannschaft mit guten Bällen bediente, legte das Leder-Ei einmal im gegnerischen Malfeld ab. Trainer John Willis lobte Jörn Schröder, Markus Bachofer und Moli Sooaemalelagi, die im Sturm eine starke Basis für zahlreiche gefährliche Sprints unter anderem von Tamou gelegt hätten. Den Hessen gelangen nur drei Zähler durch einen verwandelten Straftritt.

„Angesichts unseres aktuellen Verletzungspechs muss sich erst noch zeigen, ob diese Leistung gegen wenig druckvoll spielende Heusenstammer auch für die RG Heidelberg reicht“, warnt TVP-Teammanager Jens Poff. Die RGH, schärfster Konkurrent um Platz zwei in der Rugby-Bundesliga Süd/West, „ist ein ganz anderes Kaliber“. Das wird sich am kommenden Samstag zeigen, wenn der Tabellenzweite aus Pforzheim um 15 Uhr beim Drittplatzierten antreten muss. Am Saisonende kommen nur die beiden führenden Teams ins Halbfinale zur deutschen Rugby-Meisterschaft. 

Die TVP-Versuche:

Taina Tamou und Sven Penwarden (je 3), Oliver Paine, Chris Talanoa

Die TVP-Erhöhungskicks:

Chris Talanoa (6 von 8)

Das nächste und letzte Spiel des TVP vor der Winterpause:

Samstag, 14. November, 15 Uhr, RG Heidelberg gegen TV Pforzheim

 

TSV Handschuhsheim

29:10

SC Frankfurt 1880

ASV Köln

5:69

RG Heidelberg

RK Heusenstamm

3:52

TV Pforzheim

Heidelberger RK

71:0

SC Neuenheim

 

Pl.

Mannschaft

Spiele

Punkte

+ / -

1

Heidelberger RK

9

45

+613

2

TV Pforzheim

8

32

+174

3

RG Heidelberg

7

27

+158

4

SC Neuenheim

7

14

-193

5

SC Frankfurt 1880

8

14

-99

6

TSV Handschuhsheim

8

11

-176

7

RK Heusenstamm

7

6

-169

8

ASV Köln

8

3

-308