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Jeremy te Huia hatte gegen den ASV Köln einen besonders guten Tag erwischt. Alle elf Erhöhungskicks wurden sicher verwandelt. Der TVP siegte mit 77:5.
Jeremy te Huia hatte gegen den ASV Köln einen besonders guten Tag erwischt. Alle elf Erhöhungskicks wurden sicher verwandelt. Der TVP siegte mit 77:5. © Jürgen Keller/PZ-news-Archiv
09.03.2014

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim überrollt Köln

Köln. Mit den Gedanken an die 10:60-Klatsche gegen Meister Heidelberger RK und an den Aderlass an verletzten Stammspielern im Hinterkopf sind die Bundesliga-Rugbyspieler des TV Pforzheim zum ASV Köln gefahren. Doch alle Bedenken schienen beim TVP verflogen zu sein, denn der punktlose Tabellenletzte ASV wurde trotz heftiger Gegenwehr überrollt. Mit dem 77:5-Sieg zeigten die Pforzheimer, dass sie immer noch zu den Meisterschaftsfavoriten zählen.

Zwei Spieler ragten heraus: Der pfeilschnelle Manasah Sita legte drei Versuche und Jeremy te Huia verwandelte alle elf Erhöhungskicks auch aus schwieriger Position. Der TVP zeigte sich in besserer Verfassung als im Heimspiel vor einer Woche gegen den HRK, aber auch die Kölner bewiesen, dass sie mit Mut und Hingabe wenigstens eine Halbzeit lang mithalten können.

Nach zehn Minuten durften sich die mitgereisten Pforzheimer Fans zum ersten Mal freuen. Andrej Rosljakov legte den ersten Versuch. Bis zur Halbzeit folgten noch fünf weitere, teils über ein ins Malfeld geschobenes Paket, teils über famose Einzelleistungen. Die Kölner wehrten sich zwar heftig, hatten auch bei den Standards wie Gedrämge oder Einwürfe in die Gasse zunächst keine großen Nachteile, aber der TVP fand immer wieder die Lücke, um mit seinen schnellen Leuten durchzubrechen und die entscheidenden Meter zu gewinnen.

Für den ASV konnte Nicolai Koch in der 35. Minute einen Versuch legen. Danach tat sich auf Kölner Seite nichts mehr auf der Anzeigentafel, während die Zahlen beim TVP munter weiter nach oben kletterten. Nach dem 42:5 zur Halbzeit wollten die Pforzheimer keinen Gang zurückschrauben. Es folgten noch fünf Versuche gegen müde gewordene Kölner zum 77:5-Endstand.

Betrachtet man die früheren Ergebnisse der Saison, hätte man allerdings auch einen noch höheren TVP-Sieg erwarten können. So scheint es, als hätten die Pforzheimer noch nicht allen Rost aus der Winterpause abgeschliffen. Trainer John Willis dürfte noch ein bisschen im Training am ein oder anderen Problem feilen müssen, um die grün-weiße Angriffsmaschine der Pforzheimer wieder auf Hochtouren laufen zu lassen.

Im nächstes Heimspiel im TVP-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen (Samstag, 22. März, 15 Uhr) können die Pforzheimer Rugbyspieler beweisen, ob sie auch gegen stärkere Gegner dominieren können. Im Hinspiel Mitte Oktober schlugen sie den aktuellen Tabellensechsten SC Frankfurt 1880 mit 102:0. Solch ein Ergebnis würde den TVP-Fans auch im Rückspiel am Rattachweg gefallen.

 

Meisterrunde Süd/West

+/-

Punkte

1

 Heidelberger RK

755

55

2

 TV Pforzheim

440

45

3

 SC Neuenheim

205

38

4

 RK Heusenstamm

-90

29

5

 RG Heidelberg

-99

24

6

 SC Frankfurt 1880

-32

15

7

 TSV Handschuhsheim

-251

12

8

 ASV Köln

-635

-2