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Der TV Pforzheim (grün-weiße Trikots) konnte beim Heidelberger RK, amtierender deutscher Meister und Tabellenführer der Bundesliga-Meisterrunde Süd/West, nur in der ersten Hälfte mithalten. Dann zogen die Heidelberger davon und holten sich einen 40:22-Sieg.
Der TV Pforzheim (grün-weiße Trikots) konnte beim Heidelberger RK, amtierender deutscher Meister und Tabellenführer der Bundesliga-Meisterrunde Süd/West, nur in der ersten Hälfte mithalten. Dann zogen die Heidelberger davon und holten sich einen 40:22-Sieg. © Keller
25.11.2012

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim verpasst Revanche beim Heidelberger RK

Der Heidelberger RK ist seit einigen Jahren das Maß aller Dinge im deutschen Rugby. Auch der TV Pforzheim musste das in seinen zwei Jahren in der Bundesliga erfahren. So kann man die 22:40-Niederlage des TVP am Samstag beim amtierenden deutschen Meister durchaus als erwartet bezeichnen. Zumindest in der ersten Halbzeit konnten die Pforzheimer in der Meisterrunde Süd/West aber zeigen, dass sie gewillt waren, die derbe 12:72-Klatsche vom Hinspiel auszumerzen.

Nachdem die Formkurve der Pforzheimer zuletzt deutlich nach oben zeigte und beim HRK einige Spieler das Team verlassen haben, hatte sich so mancher wohl doch etwas mehr ausgerechnet. Schließlich hätte der TVP vor nicht einmal einem halben Jahr im Endspiel um die deutsche Rugbymeisterschaft fast in letzter Minute noch gewonnen. So blieb es bei einer knappen ersten Halbzeit, die mit einer 14:10-Führung für den Tabellenführer dem TVP noch Hoffnungen ließ.

In der zweiten Hälfte riss dann der Faden bei den Pforzheimern. Individuelle Fehler häuften sich. Beim TVP haderte man auch mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters. Die seit Jahren bestens eingespielten Heidelberger nutzten diese Fehler gnadenlos und konzentriert und schraubten das Ergebnis auf 40:22 hoch.

In den ersten Minuten schien der TVP mehr mit dem Ball, denn mit dem Gegner kämpfen zu müssen. Mit drei Straftritten in der ersten Hälfte legte der HRK die Basis. Eine mit einer Zehn-Minuten-Strafe belegte frühe Gelbe Karte für Aidan Winter nutzten die Heidelberger für den ersten Versuch. Weil auch der HRK in der 33. Minute eine Gelbe Karte erhielt, konnte der TVP mehr Dominanz aufbauen. In der 36. Minute schoben sie ein Paket ins gegnerische Malfeld, Rob May brachte den Ball auf den Boden und Jeremy te Huia traf den Erhöhungskick zwischen die Stangen. Kurz darauf verwandelte te Huia noch einen Straftritt zum 10:11. Doch ein weiterer Last-Minute-Straftritt der Heidelberger erhöhte die Differenz wieder auf ein 14:10 für den HRK.

In der zweiten Halbzeit wurde dann den Gastgebern ein Versuch angerechnet, obwohl der TVP heftig reklamierte, da der Ball von einem Pforzheimer Spieler kontrolliert und hochgehalten worden sei. Doch das allein war letztlich nicht spielentscheidend. Individuelle Fehler brachten den HRK immer wieder in Vorteil. Josh Fisiiahi gelang zwar in der 72. Minute ein Versuch, doch der kam ebenso zu spät wie der letzte, von Jeremy te Huia eingeleitete Strafversuch, den dieser selbst aber nicht erhöhte.

Den Kick überließ er Fabian Broughton, der so in seinem letzten Spiel für den TVP noch einmal zu Punkten kam. Der Neuseeländer kehrt nach drei Jahren beim TVP wieder zurück in seine Heimat, um dort zu studieren.

Trotz der 22:40-Niederlage attestierte TVP-Kapitän Mustafa Güngör seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung. Die Eingliederung der vielen neuen Spieler sei gelungen, die Spielideen von Trainer John Willis würden immer mehr umgesetzt. Wie sehr die Pforzheimer ihre Leistung noch weiter steigern können, wird sich erst wieder im März nächsten Jahres zeigen.

Dann stehen für den Tabellenvierten gleich zwei schwere Auswärtsspiele in Folge an: beim Tabellenzweiten und -dritten SG Neuenheum und RG Heidelberg. Beide Hinspiele hatte der TVP jeweils nach einer 19:0-Führung noch verloren. Aber damals stand ein anderes, nicht eingespieltes Pforzheimer Team auf dem Platz.

Vor der Winterpause muss der deutsche Vizemeister am kommenden Samstag noch einmal international spielen, beim Nordsee-Cup in Amsterdam gegen eine Auswahl aus dem Norden der Niederlande. Das erste internationale Nordsee-Cup-Spiel gegen das belgische Team Dendermondse RC hatte der TVP mit 55:20 deutlich gewonnen. tok

Heidelberger RK

40:22

TV Pforzheim

 

RC Mainz

16:22

ASV Köln

 

RK Heusenstamm

24:42

SC Frankfurt 1880

 

SC Neuenheim

23:5

RG Heidelberg

 

Heidelberger RK

-

RC Mainz

8.12.

 

 

Meisterrunde Süd/West

Spiele

Punkte

 

1

Heidelberger RK

7

35

+368

2

SC Neuenheim

8

31

+253

3

RG Heidelberg

8

26

+121

4

TV Pforzheim

8

22

+162

5

SC Frankfurt 1880

8

20

-17

6

RK Heusenstamm

8

14

-94

7

ASV Köln

8

9

-454

8

RC Mainz

7

2

-339

Die nächsten Spiele des TVP in der Meisterrunde Süd/West

2.3.2013 - RG Heidelberg – TV Pforzheim

16.3.2013 - SC Neuenheim – TV Pforzheim

23.3.2013 - TV Pforzheim - SC Frankfurt 1880

13.4.2013 - RK Heusenstamm - TV Pforzheim

20.4.2013 - RC Mainz - TV Pforzheim

27.4.2013 - TV Pforzheim - ASV Köln