nach oben
15.10.2015

Rugby-Bundesliga: Verletzungspech soll TVP Pforzheim nicht ausbremsen

Pforzheim/Heidelberg. Zwei Wochen Pause in der Rugby-Bundesliga Süd/West wollte Vizemeister TV Pforzheim nutzen, die Verletztenliste zu verkürzen, doch Anfang der Woche sah es so aus, als könnten mit Tim Kasten, Mustafa Güngör und Jeremy te Huia drei Stammspieler zusätzlich ausfallen. „Wenn sich nichts ändert, fahren wir mit dem letzten Aufgebot zum TSV Handschuhsheim“, hatte TVP-Teammanager Jens Poff gewarnt. Doch Coach John Willis konnte gestern Hoffnung verbreiten.

Am Sonntag, 16 Uhr, will er beim Heidelberger Bundesligisten mit jenen drei Spielern antreten, wobei auch der lange verletzte Jörn Schröder mitkämpfen soll. Die schweren Verletzungen aus den letzten beiden Spielen werden dem TVP allerdings noch zu schaffen machen. Jérome Himmer fällt nach einer Knieoperation für den Rest der Saison aus, David Schulz (Knöchel) benötigt eine längere Pause. Bislang aber konnte Willis Spieler aus der zweiten Mannschaft und den U18-Nachwuchs gut integrieren.

„Es ist nicht leicht, gegen den TSV zu spielen. Sie haben starke Stürmer, die sich mächtig reinhängen werden, besonders wenn das euphorische Publikum sie anfeuert“, so Willis. Die Hintermannschaft werde gefährlich, „wenn man sie zu leicht nimmt“. Genau da hatte es zu Saisonbeginn gehapert. Das Abwehrverhalten des TVP war zu sanft, um vermeintlich leichte Gegner zu beeindrucken. Jetzt ist mehr Teamgeist spürbar. Das Kombina- tionsspiel wirkt routinierter, in den Kontaktsituationen ist mehr Härte und Leidenschaft erlebbar.

„Wichtig ist, dass die Mannschaft strukturiert und konsequent dem Spielplan folgt, um nicht in Einzelaktionen zu zerfallen. Dann wird es hart, beim TSV zu gewinnen“, so Willis. Ein Auswärtssieg der drittplatzierten Pforzheimer wäre wichtig, um Kontakt zur zweitplatzierten RG Heidelberg zu halten. Nur der zweite Rang berechtigt am Ende der Saison zur Teilnahme an den Meisterschafts-Playoffs. uh

Mehr zum TVP-Bundesligarugby unter www.pz-news.de/rugby