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Wollen am Muttertag ihre Mütter mit einem Sieg im Halbfinale der Deutschen Rugby-Meisterschaft stolz machen: Jeremy te Huia (links), der in dieser Saison zum Nationalspieler wurde, und John Willis, Coach des TV Pforzheim. Gegner ist am Sonntag, 14.30 Uhr in Pforzheim-Eutingen der SC Neuenheim.
Wollen am Muttertag ihre Mütter mit einem Sieg im Halbfinale der Deutschen Rugby-Meisterschaft stolz machen: Jeremy te Huia (links), der in dieser Saison zum Nationalspieler wurde, und John Willis, Coach des TV Pforzheim. Gegner ist am Sonntag, 14.30 Uhr in Pforzheim-Eutingen der SC Neuenheim. © Dietz
09.05.2015

Rugby-DM Halbfinale: TV Pforzheim erwartet hartes Sonntagsmatch

Bundesliga-Rugby auf höchstem Niveau und unter Höchstspannung: Am Sonntag, 14.30 Uhr, stehen sich im Halbfinale der Deutschen Rugby-Meisterschaft der TV Pforzheim und der SC Neuenheim gegenüber. Ein Sieg, und der TVP steht im vierten Jahr seiner Bundesliga-Zugehörigkeit zum dritten Mal im DM-Endspiel. Doch mit dem SCN kommt ein für die Pforzheimer Rhinos unbequemer Gegner ims SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen. Das Halbfinale dürfte daher ein ganz hartes und enges Match werden, ein heißer Kampf. PZ-news hat mit TVP-Trainer John Willis und mit Neu-Nationalspieler Jeremy te Huia über das Halbfinale gesprochen.

PZ-news: Ist der TV Pforzheim stark genug, um das Halbfinale zu gewinnen?

John Willis: Sicherlich. Wir spielen, um zu gewinnen, und ich trainiere auf den Sieg. Wir haben ein starkes Team und Spieler, die dieses Jahr wirklich hart gearbeitet haben. Wenn wir als eine geschlossene Mannschaft auftreten und unserem Spielkonzept folgen, ist ein Sieg machbar.

Jeremy te Huia: Gute Frage. Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen und jeder seinen eigenen Job auf dem Platz erledigt, dann glaube ich, dass die Rhinos den Sieg holen.

 

PZ-news: Wo liegen die Stärken und Schwächen der beiden Halbfinalgegner?

Jeremy te Huia: Die Stärke des SC Neuenheim liegt in der mannschaftlichen Ausgewogenheit im Sturm und in der Hintermannschaft. Beim SCN haben sich einige verletzte Spieler zurückgemeldet. Daher werden wir ein anderes Team sehen als in den Spielen gegen uns zuvor. Jedes Team hat seine Schwächen und ohne jetzt viel verraten zu willen, hoffen wir, die Schwächen des Gegners am Sonntag aufdecken und ausnutzen zu können.

John Willis: Der SC Neuenheim ist ein in allen Mannschaftsteilen abgerundetes und überall starkes Team mit einem sehr starken, zupackenden Sturm, der die körperliche Seite des Spiels liebt und den Gegner hart austestet, um einen Vorteil zu gewinnen. Die Hintermannschaft ist sehr gefährlich, wenn sie vorne den entscheidenden Ball vom Sturm bekommt. Da gibt es einige gute Spieler und Spiellenker im Rückraum, die die Angriffe von hinten einleiten. Die Pforzheimer Jungs sind technisch gut und können kluger Bälle spielen. Sie können außen mit großer Schnelligkeit für Gefahr sorgen und die Spieler der dritten Reihe wissen, diese Sprinter einzusetzen. Vorne im Sturm können die Spieler, wenn sie ganz bei der Sache sind, dem Gegner mit einer starken Leistung Paroli bieten.

 

PZ-news: Was muss der TV Pforzheim tun, um das Halbfinale zu gewinnen?

John Willis: Wenn sich uns Chancen bieten, müssen wir sie nützen. Wir müssen bei unserem Konzept bleiben und über 80 Minuten Fehler vermeiden. Wir können es nicht zulassen, viel in unserer Hälfte zu spielen. Wir müssen im SCN-Territorium agieren und dort Druck aufbauen. Die Abwehr gewinnt Spiele und wir müssen sicherstellen, dass wir felsenfest in der Abwehr stehen und den Gegner zurückdrängen und Vorteile erzwingen. Disziplin ist oberstes Gebot. Wir können es nicht zulassen, gegen den SCN unnötige Straftritte zu verschenken. Die bieten dem Gegner nur eine Möglichkeit, nach vorn zu drängen. Das Spiel beginnt vorne und deshalb muss unser Sturm hellwach sein, wenn es um Gedränge oder Einwürfe in die Gasse geht. Wir müssen unsere Bälle sicher bekommen und den SCN entscheidend bei ihren kleinen Vorteilen stören.

Jeremy te Huia: Wie schon gesagt: Wenn jeder seinen speziellen Job macht, arbeitet das ganze Team besser. Wir müssen vor allem diszipliniert auftreten und die elementaren Dinge des Spiels richtig machen. Das haben wir im Training geübt und das wollen wir jetzt im Spiel zeigen.