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TVP-Coach John Willis (links) muss sich Gedanken über seine Aufstellung gegen den amtierenden deutschen Meister Heidelberger RK machen. Kapitän Mustafa Güngör, sonst für überraschende Momente bei der Ballverteilung zuständig, kann wegen einer Rotsperre nicht antreten.
TVP-Coach John Willis (links) muss sich Gedanken über seine Aufstellung gegen den amtierenden deutschen Meister Heidelberger RK machen. Kapitän Mustafa Güngör, sonst für überraschende Momente bei der Ballverteilung zuständig, kann wegen einer Rotsperre nicht antreten. © Jürgen Keller
27.02.2014

Rugby-Gipfeltreffen: TV Pforzheim - Heidelberger RK

Seit dem rasanten Aufstieg des TV Pforzheim in die Rugby-Bundesliga ist der Heidelberger RK immer das Maß aller Dinge gewesen. 2012 holte der HRK im Finale gegen den TVP die deutsche Meisterschaft, 2013 war für die Pforzheimer im Halbfinale gegen die Heidelberger Endstation und 2014 läuft alles auf ein weiteres Meisterschaftsfinale zwischen beiden Teams hinaus. Einen Vorgeschmack darauf gibt es schon an diesem Samstag, 14 Uhr, im Rugby-Stadion des TVP am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen.

Im Rückspiel der Meisterrunde Süd kommt der amtierende deutsche Meister und Tabellenführer zum zweiten und wohl einzigen ernsthaften Titel-Mitfavoriten nach Pforzheim. Im Hinspiel im vergangenen September hatte der TVP bis zur letzten Minute ein 17:17 gehalten, um dann im letzten Angriff des Spiels doch noch einen Versuch der Heidelberger hinnehmen zu müssen. Anders lief es im deutschen Rugby-Finale 2012, als die Pforzheimer kurz vor Schluss die Chance hatten, den Sieg zu landen, doch einen Meter vor der gegnerischen Mallinie aufgehalten wurden. Das aktuelle Gipfeltreffen im deutschen Bundesliga-Rugby wird wohl wieder ein enges, hart umkämpftes Match werden.

Dass es beim TVP schon recht ordentlich, aber noch nicht so hundertprozentig rund läuft, hat der Pforzheimer Trainer John Willis am vergangenen Samstag beim 38:0-Sieg gegen die österreichische Nationalmannschaft gesehen. Gegen den HRK aber müssen die Pforzheimer eine Höchstleistung abrufen. Einfach wird das nicht, denn Mannschaftskapitän Mustafa Güngör fehlt wegen einer Rotsperre, die Rückkehr des langzeitverletzten Josh Fisiiahi ist wohl eher unwahrscheinlich, Jörn Schröder sowie Chris Howells sind leicht angeschlagen vom Lehrgang der deutschen Rugby-Nationalmannschaft zurückgekommen und Udo Schwarz fällt wohl zwei bis drei Monate wegen einer Meniskusverletzung aus.

Willis weiß, dass es schwer wird, direkt nach der Winterpause schon in Bestform zu sein. Er will mit seinem Team auf jeden Fall ein starkes Spiel machen und natürlich auch gewinnen. Noch wichtiger aber wäre es, so Willis, aus dem Spiel zu lernen, um im möglichen Meisterschaftsfinale gegen den HRK gerüstet zu sein.

Im ersten Jahr in der Rugby-Bundesliga konnte der TVP im Oktober 2011 sein erstes Heimspiel gegen die Heidelberger gewinnen - damals noch auf dem Alten Reitturnierplatz im Enzauenpark und ebenfalls wieder in der letzten Minute. uh

TV Pforzheim – Heidelberger RK, Samstag, 1. März, 14 Uhr, im TVP-Rugby-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen

Tabelle Meisterrunde Süd

Punkte

Heidelberger RK

45

TV Pforzheim

40

SC Neuenheim

34

RG Heidelberg

19

RK Heusenstamm

19

SC Frankfurt 1880

15

TSV Handschuhsheim

12

ASV Köln

-2