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Carlos Soteras-Merz hatte einen guten Tag beim ASV Köln erwischt. Der Nationalspieler in Reihen des TV Pforzheim bewies nicht nur bei den Erhöhungskicks seine Qualitäten.
Carlos Soteras-Merz hatte einen guten Tag beim ASV Köln erwischt. Der Nationalspieler in Reihen des TV Pforzheim bewies nicht nur bei den Erhöhungskicks seine Qualitäten. © Jürgen Keller
16.11.2014

Rugby-Meisterrunde: Köln chancenlos gegen TV Pforzheim

Köln/Pforzheim. Beim TV Pforzheim läuft alles nach Plan in der Rugby-Meisterrunde Süd/West. Die grün-weiße Angriffsmaschine war auch am Samstag beim ASV Köln nicht aufzuhalten. Mit 73:7 siegten die Pforzheimer Rhinos wie erwartet, gleichwohl sich die in dieser Saison stärker spielenden Kölner besser hielten als in den Vorjahren.

Die äußeren Bedingungen schienen nicht unbedingt auf ein temporeiches Spiel mit vielen Versuchen hinzudeuten, denn der Platz war aufgeweicht, von einem vorangegangenen Spiel tief zerfurcht. „Zeitweise war der Ball total mit Schlamm bedeckt. Doch unser Team hat die Herausforderung angenommen“, sagt TVP-Coach John Willis. Die Stürmer dominierten die Standardsituationen. Sie waren stärker im Gedränge und die Einwürfe in die Gasse waren eine sichere Beute.

„Wichtig war, dass wir trotz der schlechten Bedingungen im Gegensatz zu den Kölnern nur sehr wenig Fehler gemacht haben“, bilanziert Willis. Zum einen hatte der ASV nicht die spielerischen Mittel, um die Pforzheimer zu Fehler zu zwingen, zum anderen scheinen die Rhinos jetzt deutlich besser eingespielt zu sein als zum Saisonstart, wo viel zu oft individuelle Technikfehler dem Gegner Chancen bescherten. Die Neulinge im Team, Tyrone Te Ruruku, Sam Gavigan und Dan Fitzgerald zeigten eindrucksvoll, warum sie als Verstärkung für den TVP geholt wurden. Auf der anderen Seite lobte Willis den eigenen Pforzheimer Nachwuchs aus der zweiten Mannschaft, der gegen Köln aufs Feld durfte: „Patrick Schlecker machte seine Sache auf dem Flügel gut und Patrick Mungiuri warf sich mutig ins Getümmel.“

Aber ein Lob gab es auch für die bewährten Stammspieler wie Carlos Soteras-Merz, der in allen Bereichen des Spiels große Übersicht bewies und immer wieder den Gegner überraschende und überfordernde Akzente setzte. Er konnte dies auch so eindrucksvoll tun, weil ihm Aidan Winter den Weg bahnte und Freiräume verschaffte. Soteras-Merz bewies im Spiel gegen den ASV auch seine Qualitäten als Kicker. Neun von elf Erhöhungskicks flogen sauber zwischen die Stangen. Weiterer Grund zur Freude beim TVP-Coach: „Beim Spiel in Köln wurden keine weiteren Spieler verletzt.“

Für den TVP heißt es in der Meisterrunde, den zweiten Tabellenplatz zu halten – und vom dem scheinen sie kaum mehr zu verdrängen zu sein. Rang zwei würde den Rhinos eine ideale Startposition für die anschließende Finalrunde zur deutschen Meisterschaft bescheren, denn so würden sie erst im Finale auf den amtierenden Meister Heidelberger RK treffen – die Endspielpaarung der Jahre 2012 und 2014. Den großen Schritt in Richtung Platz zwei können die Pforzheimer am kommenden Sonntag, 23. November, beim Tabellendritten RG Heidelberg machen, vorausgesetzt, es gelingt ein Sieg beim Verfolger.

Die Versuche für den TVP:

Mustafa Güngör und Tyrone Te Ruruku (je 2), Sam Gavigan, Manasah Sita, Carlos Soteras-Merz, Kale Plews, Dan Fitzpatrick, Keith Masima (je 1), 1 Strafversuch

Die Erhöhungskicks:

Carlos Soteras-Merz (9 von 11)